Geisenheimer, Siegmund
geboren
12.12.1775 Bingen am Rhein gestorben
21.4.1828 Frankfurt am Main Beruf
Kaufmann, Philanthrop, Prokurist, Mäzen Konfession
jüdisch GND-Explorer
116263930XWirken
Werdegang
- mit 13 Jahren Verlassen des Elternhauses aufgrund von Vermögensverlust der Eltern
- Ausbildung als Kaufmann in Düsseldorf, Studium der französischen, englischen, spanischen und italienischen Sprache
- 1795 Umzug nach Frankfurt am Main
- Generalsekretär und Chefbuchhalter des Bankhauses M. A. Rothschild & Söhne
- 1804 Gründung der jüdischen Freischule „Philanthropin“ in Frankfurt am Main
- 1807 Eheschließung mit der Witwe Fanny Kulp geb. Wetzlar, frühere Ehefrau des verstorbenen Moses Kulp (zwei Kinder aus erster Ehe)
- 7.9.1808 Erbitten einer Vorstellung bei dem „Hochwürdigsten Erzbischof und Primas“ Dalberg zur Aufnahme in die „neue Stättigkeit“ (Arnsberg 1983, S. 148)
- 1.5.1809 Übernahme des Tuch- und Textilgeschäftes von Moses Kulp in der Schnurgasse (später Steingasse, Neue Zeil)
- Mitbegründer der Freimaurerloge „zur aufgehenden Morgenroethe“
- Reorganisation der 1738 gegründeten Israelitischen Männerkrankenkasse
- 1827 Grundsteinlegung des zum Bau eines Krankenhauses für die Israelitische Männer- und Frauenkrankenkasse
Mitgliedschaften
1804 Gründungsmitglied des Philanthropin
Mitbegründer der Freimaurerloge zur aufgehenden Morgenroethe
Lebensorte
Bingen am Rhein; Düsseldorf; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Geisenheimer, Wolfgang
Mutter
Isaac, Güttle
Partner
Wetzlar, Fanny, gestorben Frankfurt am Main 13.3.1827, frühere Ehefrau des verstorbenen Moses Kulp (zwei Kinder aus erster Ehe), 1807 Eheschließung, Tochter des Gumperz Wetzlar, Dr. med., Arzt in Hanau, und der Ester Frankfurter
Nachweise
Quellen
- ISG FFM Bestand H.13.53 Nr. 57 (Frankfurt am Main, Totenbuch, 1827, Nr. 225)
- ISG FFM Bestand H.13.53 Nr. 58 (Frankfurt am Main, Totenbuch, 1828, Nr. 380)
Literatur
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 244 (Sabine Hock)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 148-150
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Geisenheimer, Siegmund“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18316_geisenheimer-siegmund> (aufgerufen am 03.11.2026)
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