Oehler, Karl Gottlieb Reinhard
geboren
30.8.1797 Frankfurt am Main gestorben
18.12.1874 Frankfurt am Main Beruf
Fabrikant, Unternehmer GND-Explorer
117130893Wirken
Werdegang
- Jugend bei einem Oheim in Weilburg, dort auch Besuch des Gymnasiums
- 1814/15 mithilfe eines Stipendiums Theologiestudium an der Universität Gießen
- Probepredigt in Bonames
- als Hofmeister Begleiter des N.N. Grunelius nach Heidelberg, dort Studium der Klassischen Philologie und Geschichte
- Hauslehrer in Köln
- 1819 Lehrer an der neuerrichteten Kantonsschule in Aarau (Schweiz)
- auf Wunsch seines Schwiegervaters Chemiestudium in Berlin und Paris (dort zusammen mit Justus Liebig) (unsicher)
- Gründung einer Baumwollfärberei in Arbon am Bodensee
- später Eintritt in die Firma seines Schwiegervaters in Aarau
- 28.8.1850 von Dr. Ernst Sell aus Darmstadt Erwerb einer kleinen Teerdestillations- und Asphaltfabrik in Offenbach am Main
- zügige Erweiterung des Unternehmens, zum Beispiel 1855 Harzdestillation, 1856 Farbholzbearbeitung, 1858 Herstellung von Murexid (erster künstlicher Farbstoff), 1860 Herstellung von Anilinfarben und Anilin
- später Konzentration auf die Herstellung von Anilinfarben
- 1870 Rückzug aus dem Unternehmen, in dem zuvor seine Söhne Teilhaber geworden waren
Lebensorte
Weilburg; Gießen; Heidelberg; Köln
Familie
Vater
Oehler, Johann Georg, 1763–1815, Kaufmann, Inhaber einer Galanteriewarenhandlung im Haus „zum Roten Löwen“ in Frankfurt am Main, Sohn des Reinhard Oehler, Landwirt und Bierbrauer in Altenstadt/Wetterau
Mutter
Preuße, Anna Catharina
Partner
- Hunziger, Cäcilie Elise, (⚭ Baden (?) 8.11.1824) * Aarau 20.6.1802, † Aarau 1804, Tochter des Johann Georg Hunziker, * 14.10.1774 Aarau, † 30.9.1850 Aarau, Besitzer einer Baumwollfärberei, Oberst und Stadtrat, und der Elise Frey
- Jaeger, Luise, * Aarau 1814, † Frankfurt am Main 1901, Heirat 1835, Tochter des Samuel Jaeger, Gerichtsschreiber und Notar in Brugg/Schweiz
Verwandte
- Oehler, Robert <Sohn>
- Oehler, Karl <Sohn>, 1836–1909
- Oehler, Eduard* Heinrich <Sohn>
Nachweise
Quellen
- HStAD Bestand S 1
- ISG FFM Bestand H.13.51 Nr. 46 (Frankfurt am Main, Taufbuch, 1797–1798, S. 199)
- ISG FFM Bestand H.13.52 Nr. 26 (Frankfurt am Main, Heiratsbuch, 1822–1825, S. 495)
Literatur
- Herman Haupt, Hessische Biographien, Bd. 1, Darmstadt 1918, S. 195 f. (Fr. Schrod)
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oehler, Karl Gottlieb Reinhard“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16776_oehler-karl-gottlieb-reinhard> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16776