Bracken, Helmut von

Bracken, Helmut von
Wirken
Werdegang
- 1905-1909 Besuch der Volksschule Mülheim-Ruhr-Saarn
- 1909-1917 Besuch des Städtischen Gymnasiums und der Oberrealschule und des Königlichen Gymnasiums in Mülheim an der Ruhr, dort 1917 Reifeprüfung („Notabitur“)
- 1917-1918 Kriegsdienst beim Marinekorps (Teilnahme an den Kämpfen in Flandern)
- 1919-1926 Studium der Psychologie und der Erziehungswissenschaften an den Universitäten Leipzig, Berlin und Jena (unter anderem bei Wilhelm Peters)
- 1920-1925 Volksschullehrer in Gera
- Oktober 1920 Staatsexamen für das Lehramt an Volkshochschulen am Lehrerseminar Greiz
- 1925 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Jena
- 1925-1927 Lehrer an einer Hilfsschule in Gera
- 1925-1932 Mitglied der SPD
- 1927-1928 Stipendium der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft
- 1928 Lehrauftrag für Psychologie an der Technischen Hochschule Braunschweig
- 1930 Habilitation im Fach Psychologie an der Technischen Hochschule Braunschweig
- 1932 Kündigung des Lehrauftrags durch den nationalsozialistischen Braunschweiger Kultusminister
- 1933 Verzicht auf die Venia legendi an der Technischen Hochschule Braunschweig
- 1934-1935 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Psychologischen Laboratorium der Gemeinde-Universität Amsterdam
- 1935-1939 Studium der Medizin an der Universität Bonn
- 1936 Aufnahme in die Reichsschriftumskammer, dort bis 1939 Mitglied
- 1939 Promotion zum Dr. med. an der Universität Bonn, Urkunde von 1940
- 1939 Kriegsdienst, 1940 Sanitätsdienst
- 1.2.1940 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnr. 7.470.905)
- 1.3.1946 Rehabilitation als Diätendozent für Psychologie an der Technischen Hochschule Braunschweig
- 1946-1954 Tätigkeit in einer Allgemeinarztpraxis in Braunschweig
- 1949-1953 nebenamtlicher Lehrauftrag für Sozial- und Arbeitspsychologie an der Hochschule für Arbeit, Wirtschaft und Politik in Wilhelmshaven
- 1951 Erweiterung der Venia legendi auf die Fächer Erziehungswissenschaften und Psychologie
- 1954 planmäßiger außerordentlicher Professor für Psychologie am Pädagogischen Institut Jugenheim bei Darmstadt
- 1955 Leiter der „Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern“ in Marburg
- ab 1956 ordentlicher Professor an der Universität Marburg
- 1958-1984 Honorarprofessor für Psychologie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Marburg
- 1963 Direktor des Instituts für Sonderschulpädagogik an der Universität Marburg
- 1964 ordentlicher Professor für Sonderschulpädagogik an der Universität Marburg
- 1967 Emeritierung
- 1968-1972 Stadtverordneter in Marburg (SPD)
- 1977 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- 1981 Verleihung der Hugo-Münsterberg-Plakette
Studium
1919-1926 Studium der Psychologie und der Erziehungswissenschaften an den Universitäten Leipzig, Berlin und Jena
1935-1939 Studium der Medizin an der Universität Bonn
Akademische Qualifikation
- 1925 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Jena
- 1930 Habilitation im Fach Psychologie an der Technischen Hochschule Braunschweig
- 1939 Promotion zum Dr. med. an der Universität Bonn, Urkunde von 1940
Akademische Vita
- Jugenheim, Pädagogisches Institut / / Psychologie / außerordentlicher Professor / 1954-1956
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Sonderschulpädagogik / Honorarprofessor / 1956-1963
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Sonderschulpädagogik / Professor / 1963-1967
- Marburg, Universität / Naturwissenschaftliche Fakultät / Psychologie / Honorarprofessor / 1958-1969
- Marburg, Universität / Psychologie / / Honorarprofessor / 1970-1984
Akademische Ämter
1963 Direktor des Instituts für Sonderschulpädagogik an der Universität Marburg
Mitgliedschaften
1931-1933 Mitglied des Büros des Internationalen Berufssekretariats der Lehrer
nach 1933 Mitglied im Verband deutscher Lehreremigranten
Lebensorte
Mülheim an der Ruhr; Leipzig; Marburg
Familie
Vater
Bracken, Rudolph von, Pfarrer
Nachweise
Quellen
Literatur
- Wilder/Cramer/Stolper, Marburger Rathaus und Nationalsozialismus, Marburg 2018, S. 324 f.
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 473 f.
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 3,1, Von 1971 bis 1991, Marburg 2000, S. 92
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 3,2, Von 1971 bis 1991, Marburg 2001, S. 590
Bildquelle
Helmut von Bracken, 1977, Quelle: Wikipedia
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
- Personen-DB Nds. Bibliographie = Personen-Datenbank der Niedersächsischen Bibliographie: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bracken, Helmut von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16744_bracken-helmut-von> (aufgerufen am 11.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16744