Bähr, Karl* August
Wirken
Werdegang
- Besuch des Friedrichsgymnasiums in Kassel
- Studium der Rechte an den Universitäten Lausanne, Leipzig, Heidelberg, Berlin und Marburg
- 7.7.1903 Promotion in Marburg mit der Arbeit „Die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über Notwehr und Notstand und ihre Bedeutung für das Strafrecht“
- Einjähriger Freiwilliger im 1. Kurhessischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 11 in Kassel
- 1901 Referendar, 1905 Gerichtsassessor in Kassel
- anschließend Hilfsarbeiter im Preußischen Juzstizministerium
- 1910 Staatsanwalt in Koblenz
- Offizier an der Westfront im Ersten Weltkrieg
- 1919 Landrichter in Kassel
- 1920 Landgerichtsrat
- 1921 Landgerichtsdirektor in Kassel, beschäftigte sich vorwiegend mit Strafsachen am Schwurgericht
- 1927-1933 Präsident des Landeskirchenamtes
- 1933 auf eigenen Wunsch pensioniert, um einer Vereinheitlichung der Kirchenverwaltung
- nicht im Wege zu stehen, trat für die Schaffung einer Reichskirche ein
- nebenbei Vorsitzender des Staatlichen Schlichtungsamtes, Vorsitzender der Reichsdisziplinarkammer, Mitglied des Prüfungsamtes für Referendare und Vorsitzender des
- Landesarbeitsgerichts
- seit 1922 stellvertretender Vorsitzender des Vorsteheramtes der evangelischen Kirche in Kassel, des Kreiskirchentages und des Kreiskirchenvorstandes Kassel, des Landeskirchentages und
- der Kirchenregierung
- seit 1933 als Mitglied der SA, tätig als Sozialwart im Sturmbann, in der Standarte und zuletzt in der Brigade, dort auch Rechtsberater
- Mitglied im Verein für hessische Geschichte
- Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse und des Hohenzollernschen Hausordens mit Schwert
Lebensorte
Kassel; Lausanne; Leipzig; Heidelberg; Berlin; Marburg
Familie
Vater
Bähr, Wilhelm* Ludwig Julius Friedrich, * Kassel, † Kassel 12.2.1922, 80 Jahre alt, Buntpapierfabrikant in Bettenhausen
Mutter
Matthias, Anna Elisabeth, * Kassel 13.6.1849, † Kassel 27.6.1930, Tochter des N.N. Matthias, Oberst
Partner
Schlichting, Gertrud* Sophie Ottilie, (⚭ Kassel 19.10.1910) * Braunschweig 6.11.1884, evangelisch, Tochter des Benedix Johannes Otto Schlichting, Oberstleutnant, und der Hermine Luise Marie Bertha Lucie Bartels
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 910 Nr. 5001 (Bettenhausen, Geburtsnebenregister, 1874–1880, Nr. 22/1880)
- HStAM Bestand 910 Nr. 5583 (Kassel I, Sterbenebenregister, 1922, Nr. 273)
- HStAM Bestand 910 Nr. 5623 (Kassel I, Sterbenebenregister, 1930, Nr. 550)
- HStAM Bestand 910 Nr. 5952 (Kassel II, Heiratsnebenregister, 1910–1911, Nr. 184/1910)
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 375 f.
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bähr, Karl* August“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16359_baehr-karl-august> (aufgerufen am 09.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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