Brandenburg, Elisabeth Henriette Kurfürstin von

Brandenburg, Elisabeth Henriette Kurfürstin von
Andere Namen
Geburtsname
Hessen-Kassel, Elisabeth Henriette%Landgräfin von
Familie
Vater
Mutter
Partner
Verwandte
- Dänemark, Charlotte Amalie Königin von <Schwester>, 1650-1714
- Hessen-Kassel, Wilhelm VII. Landgraf von <Bruder>, * 21.6.1651 Kassel, † 21.11.1670 Paris
- Hessen-Kassel, Karl Landgraf von <Bruder>, * 3.8.1654 Kassel, † Kassel 23.3.1730
- Hessen-Philippsthal, Philipp Landgraf von <Bruder>, * 14.12.1655 Kassel, † 18.6.1721 Aachen
- Hessen-Kassel, Luise Dorothea Sophia Landgräfin von <Tochter>, 1680-1705
Leben
Aus der Biografie
Die anderthalb Jahre vor dem Tod des Vaters geborene Tochter Henriette kam schon in den Kinderjahren mit dem nur einige Jahre älteren Vetter aus Berlin zusammen, der die Kasseler Verwandtschaft wiederholt besuchte. Schon 1673 haben sich die zwölfjährige Henriette und der 16-jährige Friedrich im Stillen verlobt. Kurfürst Friedrich Wilhelm dürfte der sich anbahnenden Verbindung seines Zweitgeborenen zunächst wenig Bedeutung beigemessen haben, zumal sein Verhältnis zu dem schwächlichen und körperlich behinderten Sohn von anhaltenden Misshelligkeiten geprägt war, was sich auch nach dem Tod des Thronerben Karl Emil (1655–1674) nicht änderte. Doch als dann eine Schwester Kaiser Leopolds I., die verwitwete polnische Königin Eleonora (1653–1697), als Braut für den nunmehrigen Kurprinzen ins Gespräch kam, hielten sowohl Friedrich wie die Kasseler Tante, der vorrangig an der Festigung der dynastischen Beziehung zu Brandenburg gelegen war, an der nach Henriettes Konfirmation veröffentlichten Verlobung fest. Im April 1678 reiste Hedwig Sophie mit der Tochter nach Berlin. Durch die militärischen Ereignisse und die in Nimwegen laufenden Friedensverhandlungen verzögerte sich die Hochzeit jedoch um mehr als ein Jahr. Auch die äußerste Kargheit der Feier im Berliner Schloss wurde mit den immensen Kosten des gerade erst beendeten Krieges begründet; eigentlicher Grund war aber wohl das fehlende Wohlwollen des Kurfürsten. Das junge Paar zog sich nach Schloss Köpenick zurück, das Friedrich seit 1677 um- bzw. neubauen ließ. Hier wurde im Herbst 1680 das einzige Kind der Ehe, die Tochter Louise Dorothea Sophie, geboren, die im Jahre 1700 ihren Kasseler Vetter Friedrich – den späteren König von Schweden – heiraten sollte. Die Hoffnung auf einen Thronfolger machte eine Fehlgeburt oder Scheinschwangerschaft Henriettes 1682 zunichte. Im Jahr darauf war sie erneut schwanger, verstarb jedoch an den Pocken und wurde in der Gruft des Berliner Doms bestattet.
Holger Th. Gräf
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 116 f.)
Nachweise
Literatur
- Franz, Das Haus Hessen. Ein biographisches Lexikon, Darmstadt 2012, Nr. HK 33, S. 116 f. (Holger Th. Gräf)
Bildquelle
Kurfürstin Henriette von Brandenburg, Ölbild von Hendrik de Quitter, Stiftung Preuß. Schlösser und Gärten (Foto: BildA PK Berlin/Jörg P. Anders), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 116
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Brandenburg, Elisabeth Henriette Kurfürstin von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15544_brandenburg-elisabeth-henriette-kurfuerstin-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/15544