Snell, Friedrich* Heinrich Christian Salomon
Wirken
Werdegang
- 1828-1831 Besuch des Gymnasiums in Weilburg
- Studium der Theologie an der Universität Bonn und am Seminar in Herborn, 1835 Examen
- 1835-1838 Lehrer am Will'schen Privatinstitut in Diez
- 1839-1840 Verwalter der Pfarrstelle in Laufenselden
- 1840-1841 Vikar in Okriftel
- 1841 Vikar in Nordenstadt
- 1841-1846 Vikar in Kloppenheim bei Wiesbaden
- 1846-1856 Pfarrer in Langenbach im Taunus
- 1848 Gründung des „Volksvereins an der unteren Weil“; Mitglied des „Vereins zur Wahrung der Volksrechte“ in Wiesbaden – entschiedener Verfechter der republikanischen Staatsform
- 1849 Vorstandsmitglied des Landeskongresses der nassauischen Demokraten in Idstein
- 14.2.1849-1851 (als Nachfolger von Paul Weilbächer) Mitglied der nassauischen Ständeversammlung für den Wahlkreis XII Wiesbaden/Hochheim (Club der Linken)
- wegen seines politischen Engagements während der Landtagszeit Einleitung eines kirchlichen Disziplinarverfahrens gegen ihn
- 1856-1864 Pfarrer in Hohenstein
- 1864-1878 Pfarrer in Reichelsheim in der Wetterau
Funktion
- Nassau, Herzogtum, 06. Ständeversammlung, Mitglied (Club der Linken), 1849-1851
Familie
Vater
Snell, Johann Friedrich, * Gießen 6.3.1784, † Laufenselden 2.11.1839, Pfarrer, Sohn des Christian Wilhelm Snell, 1755–1834, Oberschulrat, Abgeordneter, und der Dorothea Louise Simon
Mutter
Michel, Susanna Elisabetha Wilhelmine*, * Wiesbaden 7.8.1789, † Kloppenheim bei Wiesbaden 1842, Heirat Kronberg im Taunus 9.1812, Tochter des Johann Philipp Michel, Weißgerbermeister, und der Louisa Wilhelmina Grill
Leben
Aus der Biografie
Snell gründete 1848 den Volksverein an der unteren Weil; außerdem gehörte er dem Verein zur Wahrung der Volksrechte in Wiesbaden an. Er setzte sich entschieden für eine republikanische Staatsform ein. Wegen seiner politischen Aktivitäten wurde gegen Snell während seiner Landtagszugehörigkeit ein kirchliches Disziplinarverfahren eingeleitet, das zur vorübergehenden Amtsenthebung führte. 1849 war Snell Vorstandsmitglied des Landeskongresses der nassauischen Demokraten in Idstein.
Nachweise
Literatur
- Rösner, Nassauische Parlamentarier, Teil 1: Der Landtag des Herzogtums Nassau 1818–1866, Wiesbaden 1997, Nr. 249
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 359 f.
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 757, Nr. 4154
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Snell, Friedrich* Heinrich Christian Salomon, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/12837_snell-friedrich-heinrich-christian-salomon> (aufgerufen am 16.03.2026)
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