Johann Georg von Bellersheim 1585, Lich

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Lich
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Lich, Marienstiftskirche

Heutiger Aufbewahrungsort

Angaben zum Aufbewahrungsort

Im Fußboden des Schiffes nahe der Kanzel.

Merkmale

Datierung

31. Mai 1585

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

77 x 186 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

3-6 cm

Beschreibung

Buchstabengröße in der Umschrift 6 cm, in der Kartusche 3-4 cm.
Hochrechteckige Grabplatte mit Umschrift auf dem Rand (A), die sich in zwei Zeilen im Feld links oben fortsetzt. Im vertieften Feld ein großformatiges Vollwappen in Relief, darüber Inschrift (B), darunter von Rollwerk umrahmte Kartusche mit einer weiteren Inschrift (C) und einem Steinmetzzeichen links oben.
Die Platte ist durch Abtretungen stark zerstört, die Inschriften sind nur schwer lesbar. Ein Stück der Umschrift links fehlt ganz.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Das Bellersheimsche Wappen mit dem Einhorn als Helmschmuck ist ringsum vom Blattwerk der Helmdecke umgeben. Der Schild zeigt einen Steigbügel auf mit Schindeln bestreutem Grund.

Dargestellte Personen

Johann Georg von Bellersheim, Junggeselle, Sohn des Eberhard, geboren am 13.11.1564 (Idibus Novembris 1564), gestorben am 31.05.1585 (pridie kalendas Junii 1585). Draudt (siehe Literatur) kennt den Verstorbenen nicht, wohl aber seinen Vater Eberhard von Bellersheim, der am 12.03.1598 zu Lich verstarb und mit Margaretha von Muschenheim, gestorben am 13.07.1601 zu Muschenheim, verheiratet war. Die Grabplatte des Vaters hat sich in Lich ebenfalls erhalten.

Inschrift

Umschrift

A:
[ANNO M]DLXXXV PRID(IE) KAL(ENDAS) IUNII / OBIIT GENERE ET DOCTRINA NOBILIS IUVENIS IOHANES GEORGIUS A BELDERSHEIM STRENUI / AC NOBILISS:(IMI) VIRI EBERHARDI / [ . . . . . . . . . . . .] / TEGITUR ANIMA BEATOR(UM) / FRUITUR [ . . .]
B:
[A]ETAS DEFU(N)CTI /
[NA]TUS EST ANNO /
[AE]RAE CHRISTIANAE /
MDLXIIII IDIBUS /
NOUEMBRIS HORA /
XII ANTE LU /
CANA
C:
QUOD DECUIT /
NATUM PATRI /
PRAESTARE SEPULTO /
HOC CONTRA NATO /
PRAESTITIT IPSE PATER /
SIMB(OLUM): DEFUNCTI /
IOBI · XVIIII. /
SCIO QUOD REDEMPTOR /
MEUS VIVIT

Kommentar

Der Leichentext am Ende von Inschrift C wurde aus Hiob, 19. Kapitel, Vers 25, entnommen. Inschriften ergänzt nach Walbe.

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Walbe, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler im Freistaat Hessen – Provinz Oberhessen – Kreis Giessen, Band 3: Südlicher Teil ohne Arnsburg, Darmstadt 1933, S. 276 f.
  • Draudt, K.: Familie von Bellersheim nach ihrem urkundlichen Erscheinen, Darmstadt 1880, S. 22

Bearbeitung

Christa Benedum, Gießen, und Andreas Schmidt, ehemals HLGL

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Johann Georg von Bellersheim 1585, Lich“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/927_johann-georg-von-bellersheim-1585-lich> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/927

Johann Georg von Bellersheim 1585, LichJohann Georg von Bellersheim 1585, LichJohann Georg von Bellersheim 1585, LichJohann Georg von Bellersheim 1585, Lich / Das Steinmetzzeichen in der linken oberen Ecke der Kartusche unterhalb des Wappens