Ulrich V. Landschad von Steinach 1369, Neckarsteinach

Ulrich V. Landschad von Steinach 1369, Neckarsteinach
Standort
Gebäude / Areal
Neckarsteinach, Evangelische Kirche
Angaben zum Standort
Die Platte ist heute in die Südwand des Langhauses eingemauert, was zu Textverlust auf der unteren Leiste geführt hat.
Es ist fraglich, wie der Stein früher aufgestellt war. Zur Zeit Hans Ulrichs I. Landschad stand er bereits aufrecht an der Südwand der Kirche,
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1369
Typ
Erhaltung
erhalten
Größe
125 x 260 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
7 cm
Beschreibung
Die Bemalung ist neu.
Im Feld ist der Verstorbene auf einem Löwen stehend in voller Rüstung, sein Schwert vor sich haltend, dargestellt. Sein Kopf ruht auf einem von zwei Engelhalbfiguren gehaltenen Kissen. Ein Wappen verdeckt das linke Bein halb, der zugehörige Helm - mit gekröntem Haupt als Helmzier - befindet sich auf der rechten Seite.
Die Inschrift ist auf den nach außen abgeschrägten Leisten angebracht. Sie beginnt auf der unteren Leiste, setzt sich auf der rechten fort und endet auf der oberen Leiste.1)
Die Ergänzung der Jahreszahl zu m ccc Ixix ist durch die um 1604/06 entstandenen Aufzeichnungen über sein Geschlecht" des Hans Ulrich I. Landschad gesichert, der die Inschrift vollständig mitteilt. Dabei ergibt sich eine völlige Übereinstimmung mit dem heute noch erhaltenen Teil der Inschrift, wenn man von abweichenden Schreibarten absieht.3) Da auch die übrigen von Hans Ulrich I. gegebenen Abschriften von Grabmälern, soweit sie heute noch geprüft werden können, weitgehend richtig sind,4) kann man davon ausgehen, daß er die Inschrift entweder noch ganz lesen konnte oder eine zuverlässige Nachricht über ihren Text besaß. Außerdem paßt das Grabmal auch stilistisch in diese Zeit. H. Schweitzer und A. Seeliger-Zeiss haben auf Ähnlichkeiten mit der Tumbenplatte Engelhards I. von Hirschhorn (+ 1361) und auf einen möglichen Werkstattzusammenhang hingewiesen.5)
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Ritter Ulrich V. Landschad von Steinach.
Ulrich V. war ein Sohn Dieters I. Landschad und der Margarete von Erligheim. Verheiratet war er mit Anna von Neuenstein.2)
Inschrift
Umschrift
[Anno · d(omi)ni · m°] / ccc° · lxix° · in · die · sancti · michahel(is) · o(biit) · vlricus / · lantschad · miles ·
Übersetzung
Im Jahre des Herrn 1369, am Michaelistag (29. September), starb der Ritter Ulrich Landschad. Wappen: Landschaden von Steinach.
Schrift
Nachweise
Fußnoten
- Ausführliche Beschreibung der Platte bei Schweitzer S. 23 f.; Seeliger-Zeiss S. 143 f. ↑
- Hans Ulrich Landschad, Aufzeichnungen. Zur Abfassungszeit der Schrift ebd. S. 205-209. ↑
- Hans Ulrich Landschad, Aufzeichnungen (Irschlinger S. 221 f.). ↑
- Schweitzer S. 23; Seeliger-Zeiss S. 143 f. ↑
- Irschlinger, Landschaden Tafel 2. ↑
Literatur
- Hans Ulrich Landschad, Aufzeichnungen (Irschlinger 232)
- Wickenburg II 265
- Inschriften Neckarsteinach 47
- Schweitzer, Grabmäler 23
- Möller/Krauß, Neckarsteinach 97
- Siebeck, Inschriften 34
- Schaum-Benedum, Figürliche Grabsteine 196
- Seeliger-Zeiss, Ritter-Grabmäler 166, Nr. 5.
Bearbeitung
Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 29-30, Nr. 32.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ulrich V. Landschad von Steinach 1369, Neckarsteinach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/427_ulrich-v-landschad-von-steinach-1369-neckarsteinach> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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