Johann Rübsam von Merenberg 1485, Usingen
Standort
Gebäude / Areal
Usingen, Evangelische Pfarrkirche
Angaben zum Standort
Der Inschriftenträger war im Kircheninneren außerhalb des Chores aufgehängt. Wohl beim Kirchenbrand von 1635 untergegangen.
Beschreibung
Totenschild des Johann Rübsam von Merenberg. Der Schild trug den aufgemalten Sterbevermerk („vberschrifft“).1)
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Rübsame von Merenberg
Dargestellte Personen
Die niederadlige Familie der Rübsame stellte ab 1220 Burgmannen in der Burg Merenberg nördlich von Weilburg,2) ist genealogisch aber nicht mit den dort ansässigen und 1328 im Mannesstamm ausgestorbenen Herren von Merenberg3) verwandt. Eine zusammenhängende Stammreihe der Rübsame ergibt sich erst seit 1311. Johann wurde als ältester Sohn Johanns d. J. und einer von Gontheim geboren.4) Er war Amtmann zu Kransberg; 1474 schloss er mit Margareta von Saarbrücken den Ehebund. 1483–89 nahm Johann als Beauftragter der Vormünder des Grafen Ludwig von Nassau-Saarbrücken, für den sein Bruder Eberhard 1488 Vormund war,5) eine angesehene Stellung ein. 1483 verlieh Graf Philipp II. von Nassau-Saarbrücken den Brüdern die Kollatur für den Magdalenenaltar in der Usinger Pfarrkirche.6) Beim Aussterben der Familie sollte dieses Verleihungsrecht auf die Burgmänner und Bürgermeister Usingens übergehen. Mit dem Tode von Johanns Bruder Eberhard 1500/1501 starben die Rübsame aus.7)
Inschrift
Umschrift
Anno 1485 ist gestorben der Veste Johann von Merenberg genant Rübsamen vf
Donerstag nach sanct lucas tag.
Übersetzung
Datum: 20. Oktober 1485.
Kommentar
Nach Eberhardi.
Nachweise
Fußnoten
- Eberhardi gibt keinen Hinweis auf die Existenz eines Wappens. Allerdings trugen Totenschilde üblicherweise neben dem Sterbevermerk auch das Vollwappen des Verstorbenen, vgl. Koch, Bearbeitungs- und Editionsgrundsätze A17; vgl. DI 43 (Rheingau-Taunus-Kreis) XLIX mit Anm. 356; zu erhaltenen Totenschilden vgl. DI 60 (Rhein-Hunsrück-Kreis I) Nrr. 96, 116, 195, 212, 219, 220, 222. Wappen Rübsamen (von Merenberg): Windspiel, vgl. Siebmacher u. a., Wappenbuch Bd. VI, 7. Abt. (Nassau, Abgestorbene) 35 m. Taf. 57. ↑
- Vgl. Schäfer, Rübsame von Merenberg 123. ↑
- Vgl. Europ. Stammtafeln NF VIII Taf. 117. ↑
- Vgl. Schäfer, Rübsame von Merenberg 125. ↑
- Ebd. ↑
- Ebd. 131 mit dem Regest zu 1483 Januar 25 und 1485 Juni 14 mit der Belehnung; vgl. auch Kaethner/Kaethner, Usingen 29. ↑
- Schäfer, Rübsame von Merenberg 124, 125 mit Stammtafel. ↑
Literatur
- Eberhardi, Heinrich: Alte Monumenta. In: Eigentliche Designation der Pfarr in Usingen. Handschr. Usingen 1634. StaA Us, Nr. 1.
- Steinmetz, Ernst Georg: Corpus inscriptionum Nassoicarum. Pars specialiter: Corp. Inscript. Usingense. Hdschr. Usingen um 1930 (StaA Us, Archiv Steinmetz, H. 9); abgeschr. u. bearb. von Helmut Fritz. Masch. Usingen 2003, S. 7, Nr. 26 (nach Eberhardi).
Bearbeitung
Indizes
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann Rübsam von Merenberg 1485, Usingen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2442_johann-ruebsam-von-merenberg-1485-usingen> (aufgerufen am 02.11.2026)
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