Elisabeth Gräfin von Hanau, geb. von Ziegenhain 1431, Wiesbaden-Klarenthal
Standort
Angaben zum Standort
Nach Helwich befand sich ihre Tumbenplatte "in medio chori in monumento elevato".
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
1614 erstmals kopial überliefert, vier Ehewappen, sonstiges Aussehen unbekannt.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Hanau, [Wertheim]
Dargestellte Personen
Gräfin Elisabeth von Hanau, geb. von Ziegenhain.
Die Verknüpfung der Grafen von Nassau mit dem Hause Hanau geht auf die Heirat Adelheids, Tochter Graf Gerlachs I.von Nassau, mit Ulrich (III.) von Hanau zurück.3). Dieser hatte dem Kloster ein Seelgerät von 1 Pfund Heller gestiftet; ihrer beider Tochter Agnes war zudem seit 1346 Nonne in Klarenthal.4)
Elisabeth war eine Tochter des Grafen Gottfried VIII. von Ziegenhain und der Agnes Herzogin von Braunschweig. Sie war mit Graf Ulrich V. von Hanau verheiratet; dieser Verbindung entstammten u.a. die spätere Klarenthaler Äbtissin Agnes, Adelheid, die dort Nonne war5) sowie Elisabeth, Erbin von Ziegenhain, Ehefrau des Albrecht von Hohenlohe-Weikersheim.6) Wohl um ihren beiden Töchtern, die 1411 in Klarenthal eingetreten waren, nahe zu sein und aufgrund der mangelnden Regierungsfähigkeit ihres Ehemannes und ihrer zerbrochenen Ehe zog sich Gräfin Elisabeth noch im selben Jahr nach Klarenthal in ihr dort erbautes Haus zurück, das sie 20 Jahre lang bis zu ihrem Tode bewohnte. Sie stiftete dem Konvent zu ihrem Ableben 100 Goldgulden, wie zu ihrem Todestag im Nekrolog eingetragen ist.7) Die Nähe zum Kloster ist wohl auch durch das Epitheton venerabilis, das sonst vornehmlich in Grabinschriften geistlicher Personen vorkommt,8) dokumentiert.
Inschrift
Umschrift
+ Anno domini m cccc xxxi in crastino sancti Andreae apostoli obiit venerabilis domina Elizabeth de Hanawe cuius anima requiescat in sancta pace amen.
Übersetzung
Im Jahre des Herrn 1431, am Tag nach dem Fest des Apostels Sankt Andreas (1. Dezember) starb die ehrenwerte Frau Elisabeth von Hanau, deren Seele im heiligen Frieden ruhe, Amen.
Kommentar
Nach Helwich.
Nachweise
Fußnoten
- Vgl. Europ. Stammtafeln III Taf. 83. ↑
- Vgl. Otto, Necrologium 79 Nr. 310 mit Anm. und Czysz, Klarenthal 170f. ↑
- Der Verzicht der Klosterjungfrauen Adelheid und Agnes auf die Herrschaft Hanau datiert von 1412, vgl. Schenck, Memorabilia 61; Agnes ist zum 13. November eines unbekannten Jahres ins Klarenthaler Seelbuch eingetragen, vgl. Otto, Necrologium 93 Nr. 419. ↑
- Vgl. Europ. Stammtafeln III Taf. 82f. ↑
- Otto, Necrologium 96 Nr. 446; Czysz, Klarenthal 171. ↑
- Vgl. DI 29 (Worms) XCf. ↑
Literatur
- Helwich, Syntagma 130
- Otto, Clarenthaler Studien II 44 Nr. 11 (nach Helwich).
Bearbeitung
Die Inschriften der Stadt Wiesbaden. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees, unter Mitarbeit von Rüdiger Fuchs (Die Deutschen Inschriften 51), 2000, S. 36 f., Nr. 31.
Indizes
Sachbegriffe
Wappen
Siehe auch
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Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Elisabeth Gräfin von Hanau, geb. von Ziegenhain 1431, Wiesbaden-Klarenthal“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2120_elisabeth-graefin-von-hanau-geb-von-ziegenhain-1431-wiesbaden-klarenthal> (aufgerufen am 03.11.2026)
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