Adriana Gräfin von Bergen und Walen (1524) / 1558, Idstein

Adriana Gräfin von Bergen und Walen (1524) / 1558, Idstein
Merkmale
Datierung
(1524) / 1558
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
97 x 200 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
5-5,5 cm
Beschreibung
Die große Platte aus rotem Sandstein wurde wohl beim Umbau der Kirche nach 1665 in den Chorboden unter dem Hochaltar eingelassen und 1875 dort wieder aufgefunden.1) Sie zeigt das Flachrelief der Verstorbenen in zeitgenössischer Tracht, eingefaßt von vierzonigen Pilastervorlagen und beiderseits des Kopfes heraustretenden Rosenblüten. Ursprünglich trug die Platte vier Wappen, von denen nur die beiden oberen auf den Ecken die Inschriftleiste durchschneiden. Die beiden unteren Wappenschilde sind infolge der erheblichen Beschädigung des unteren Plattenviertels verloren. Auf Randleiste umlaufende Grabinschrift mit Beginn links oben. Oberfläche abgetreten mit Beschädigungen der Schrift, unterer Plattenteil zerstört.
1) Struck, Stifte 417 mit Hinweis auf Lotz (l 880) 246; Struck ohne Inschriftzitat von diesem Ehepaar wurde 1875 außerdem die Grabplatte (...) gefunden.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Bergen, Saint Simon2); Humbercourt, Rambures2).
2) Nach Epitaph ergänzt, am Stein sehr abgetreten.
Dargestellte Personen
Adriana, Gräfin von Bergen und Walen.
Dors zeichnete die Grabplatte der Gräfin und ihres Ehemannes nicht, sondern überlieferte allein ihr großes Prunkepitaph, von dem sich Reste im Reiterchörlein erhalten haben. Der Wortlaut der Grabinschriften ist auf den Grabplatten und auf dem Epitaph beinahe identisch. Einsingbach nannte die Grabplatten des Paares Durchschnittsarbeiten aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, womit er eine Entstehung zu Lebzeiten der Gräfin ausschloß.3) Tatsächlich stimmen die Formen der Kapitalis wie auch Ornamente und Figurendetails der Grabplatte mit derjenigen für Philipp überein, so daß die zeitgleiche Anfertigung der Grabplatten erst im Jahre 1558 anzunehmen ist.
Als Tochter Graf Johanns von Bergen und Walen geboren, heiratete Adriana 1514 Philipp I. (den Altherrn) von Nässau-Wiesbaden-Idstein; fünf Kinder entstammten dieser Eheverbindung.4)
3) Einsingbach, Unionskirche 33.
4) Europ. Stammtafeln NF I Taf. 109; Kinder: der spätere Mitregent Philipp II., Adolf IV. (Nr. 443), Balthasar (Nr. 471) und die drei Töchter, von denen Margarethe (Nr. 514) Äbtissin des Klosters Walsdorf war.
Inschrift
Umschrift
AN(N)O · l · 5 · 24 · DEN · 27 / IVNY · STARB · DIE · WOLGEBORNE · AD[RIANA GEBORNE GRAVIN ZV BERGEN VND WALEN GRAV]IN · ZV · NASS(AW) · FRAW · ZV · WISBA(DEN) V(N)D · IZST(EIN) · DER · GOT · GENE(DIG) · SY · AM[EN]
Schrift
Nachweise
Literatur
- Dors, Genealogia 161 Anm. 117 mit Abb. 59.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 371, Nr. 448.
Indizes
Sachbegriffe
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Adriana Gräfin von Bergen und Walen (1524) / 1558, Idstein“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2009_adriana-graefin-von-bergen-und-walen-1524-1558-idstein> (aufgerufen am 02.11.2026)
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