Breitenau, Landesarbeitsanstalt, Benediktinerkloster

Gemeinde
Guxhagen
Kategorie
Justiz
Subkategorie
Gefängnis

Nutzungsgeschichte

Beschreibung

Seit März 1934 diente Breitenau bis zum Krieg wieder als Arbeitsanstalt und zur vorübergehenden Unterbringung von aus der „Volksgemeinschaft“ ausgegrenzten Minderheiten wie Bettlern, Sinti, Roma und jüdischen Bürgern aus der unmittelbaren Nachbarschaft. [Puvogel, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, S. 311]

Adresse in der NS-Zeit

Adolf-Hitler-Straße 12

Heutige Adresse

Brückenstraße 12

Nutzungsanfang (früheste Erwähnung)

März 1934

Nutzungsende (späteste Erwähnung)

1939

Weitere Nutzungen der Liegenschaft

Nutzung vor NS-Zeit

Im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) diente das ehemalige Benediktinerkloster als Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten. 1874 wurde an gleicher Stelle die Einrichtung „Landesarbeitsanstalt und Landesfürsorgeheim Breitenau“ gegründet, die sich in einem „Arbeitshaus“ um „Arbeitsscheue“ und „verwahrloste“ Jugendliche bemühte. Daneben gab es noch ein Altersheim. Diese Einrichtung bestand bis 1949. [Vgl. Gedenkstätte Breitenau; vgl. Wikipedia]

Nutzung nach NS-Zeit

1874 gegründet, bestanden „Landesarbeitsanstalt und Landesfürsorgeheim Breitenau“ bis 1949. Im März 1952 wurde in dem Gebäude ein geschlossenes Heim für schwer erziehbare Mädchen, das „Landesjugendheim Fuldatal“ untergebracht. Seit der Auflösung der Einrichtung für Mädchen im Dezember 1973 wird das Kloster als offene psychiatrische Einrichtung des LWV Hessen genutzt. Seit Sommer 1984 befindet sich dort auch die Gedenkstätte Breitenau. [Vgl. Gedenkstätte Breitenau; vgl. Wikipedia]

Nachweise

Kooperationspartner

Gedenkstätte Breitenau - Dr. Gunnar Richter

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Breitenau, Landesarbeitsanstalt, Benediktinerkloster“, in: Topografie des Nationalsozialismus in Hessen <https://lagis.hessen.de/de/orte/topografie-des-nationalsozialismus-in-hessen/alle-eintraege/373_breitenau-landesarbeitsanstalt-benediktinerkloster> (aufgerufen am 09.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/nstopo/373

In der Zehntscheune des Klosters residierte seit 1943 die Gestapo-Kassel, 2008Die Landesarbeitsanstalt Breitenau, nach 1935