Melsungen, Folterstätte, Walkemühle
Nutzungsgeschichte
Objektbeschreibung
Das am 14. März 1933 von Polizei und SA besetzte und aufgelöste Landerziehungsheim Walkemühle wurde im Zuge der „nationalen Revolution“ als Schutzhaftlager und Folterstätte genutzt. Hier wurden politische NS-Gegner schwer misshandelt.
Adresse in der NS-Zeit
Walkemühle (Walkemühle)
Nutzungsanfang (früheste Erwähnung)
14.3.1933
Nutzungsende (späteste Erwähnung)
1.5.1945
Weitere Nutzungen der Liegenschaft
Nutzung vor NS-Zeit
Ab Juli 1922 Landerziehungsheim des Internationalen Jugendbundes (IJB) Walkemühle bei Melsungen in der Nähe von Kassel. Am 14. März 1933 durch die Nationalsozialisten besetzt und aufgelöst.
Nutzung nach NS-Zeit
Ab Mai 1945 begannen Wiederaufbaumaßnahmen unter Leitung des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks. Nachdem sich das Arbeiterhilfswerk Ende 1946 zurückgezogen hatte, wurde im März 1947 die Erziehungsgemeinschaft Walkemühle e. V. gegründet und die Walkemühle als Tagungsstätte für die Bildungsarbeit der Sozialistischen Jugend „Die Falken“ genutzt. Ende 1950 wurde die Einrichtung, die zwischenzeitlich auch Berliner Kinder während der Berliner Blockade betreut hatte, geschlossen.
Indizes
Orte
Sachbegriffe
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Melsungen, Folterstätte, Walkemühle“, in: Topografie des Nationalsozialismus in Hessen <https://lagis.hessen.de/de/orte/topografie-des-nationalsozialismus-in-hessen/alle-eintraege/3476_melsungen-folterstaette-walkemuehle> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/nstopo/3476