Treysa, Anstalt Hephata
Nutzungsgeschichte
Beschreibung
Die Anstalt Hephata war an der Durchführung der Euthanasie beteiligt. Seit Sommer 1934 wurden Zwangssterilisationen an Heimbewohnern durchgeführt. Die Genehmigung für die Durchführung dieser Eingriffe hatte die Anstalt am 14. Mai 1934 beantragt. Hierbei waren zunächst nur die eigenen Insassen berücksichtigt worden; in einem weiteren Antrag forderte die Anstalt rund zwei Wochen einen allgemeine Genehmigung für Zwangssterilisationen.
Zudem wurden an der Anstalt Abtreibungen durchgeführt, die eugenisch motiviert waren. Grundlage hierfür war die Diagnose „angeborener Schwachsinn“, der allerdings nicht medizinisch, sondern sozial definiert wurde. 1938 wurden aus dem Haus Bethanien 388 Kranke und Behinderte „abgeholt“.
Nutzungsanfang (früheste Erwähnung)
14. Mai 1934
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Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Treysa, Anstalt Hephata“, in: Topografie des Nationalsozialismus in Hessen <https://lagis.hessen.de/de/orte/topografie-des-nationalsozialismus-in-hessen/alle-eintraege/2247_treysa-anstalt-hephata> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/nstopo/2247