Runkel-Dehrn, Arme Dienstmägde Jesu Christi

Gründungsjahr 1896  
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Gemarkung
Dehrn
Landkreis
Limburg-Weilburg
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Basisdaten

Der Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi unterhält seit 1896 eine Niederlassung zur ambulanten Krankenverpflegung im Ort. Die Dernbacher Schwestern engagieren sich auch in der Kinderbetreuung und der Ausbildung von Mädchen. In der Zeit des Nationalsozialismus müssen die Schwestern den Kindergarten der NSV zwangsweise übergeben, 1945 erhalten sie ihn durch die Amerikaner zurück. Die Niederlassung wird 1965 geschlossen.

Orden

Arme Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern)

Heutige Diözesanzugehörigkeit

Bistum Limburg

Typ

Schwesternhaus

Territorium

Benennung der Institution in den Quellen

Dernbacher Schwestern von Dehrn

Lagebezug

4 km nordöstlich von Limburg

Lage

Hubertusstift, Burgfriedenstraße 13, 65594 Runkel-Dehrn

Geschichte

1896 bitten Vertreter der Gemeinde Dehrn das Mutterhaus des Ordens der Armen Dienstmägde Christi um die Entsendung von Schwestern. In Dehrn herrscht große Arbeitslosigkeit und Krankheit, da die nahe gelegene Grube für Braunstein und Phosphorit 1892 geschlossen worden war. Andreas Muth, ein Grubenbesitzer aus dem Ort, schenkt dem Orden ein kleines Haus in der Burgfriedenstraße gegenüber der Nikolauskapelle. Die Schwestern übernehmen 1896 die ambulante Krankenversorgung und richten einen Kindergarten, 1897 eine Nähschule ein. 1898 wird mit dem Bau eines Krankenhauses neben dem Schwesternhaus begonnen. Die nötigen Mittel stellt die Frau des früheren Bürgermeisters und Grubenbesitzers Wilhelm Hilb zur Verfügung, deren Sohn mit 20 Jahren an Wundstarrkrampf verstarb. Zur Erinnerung an ihren Sohn nennt Frau Höchst, verwitwete Hilb die Einrichtung St.Hubertusstift und bezahlt auch die Ausstattung. Die beiden Stifterfamilien unterstützen das Krankenhaus bis zu ihrem Tod.
1930 wird die alte Nikolauskapelle in ein Kindergartengebäude umgestaltet. Seit 1930 wird das Krankenhaus nur noch als Altenheim genutzt aufgrund einer Entscheidung des Kreisarztes. 1936 arbeiten sieben Schwestern in der ambulanten Krankenbetreuung, im Kindergarten und im Altenheim mit 23 Plätzen. 1941 wird der Kindergarten geschlossen und von der NSV übernommen, ebenso die Nähschule. Ausgebombte Menschen aus Frankfurt und zahlreiche Kranke werden von den Schwestern in der Kriegszeit gepflegt. Nach dem Einmarsch der Amerikaner eröffnen die Schwestern bereits am 23.05.1945 den Kindergarten, ebenso den Handarbeitsunterricht. Von 1947 bis 1950 versorgen sie die Kinder des Ortes mit einer Schulspeisung. 1965 werden das Schwesternhaus und das St.Hubertustift geschlossen.

Gründungsjahr

1896

Gründer

Andreas Muth, Frau Höchst verwitwete Hilb

Aufhebungsjahr

1965

Ausstattung

Gebäude

Das Schwesternhaus und das Hubertusstift gehen nach dem Weggang der Schwestern in den Besitz der Gemeinde über. Diese verkauft sie an Privatleute, die Wohnungen in den Häusern einrichten.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Runkel-Dehrn, Arme Dienstmägde Jesu Christi“, in: Klöster und Orden <https://lagis.hessen.de/de/orte/kloester-und-orden/alle-eintraege/14354_runkel-dehrn-arme-dienstmaegde-jesu-christi> (aufgerufen am 15.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/kl/14354