Offenbach am Main, Ursulinenkloster

Die Lage von Offenbach am Main, Ursulinenkloster im Orthofoto
Basisdaten
Der Orden der Ursulinen widmet sich besonders der Erziehung und Ausbildung von Mädchen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernimmt der Schulorden eine Mädchenschule der Englischen Fräulein in Offenbach und baut diese zu einem großen Mädchengymnasium aus. Dieses besteht heute in Trägerschaft des Bistums Mainz und ist für Mädchen aller Religionen offen.
Orden
Ursulinen
Heutige Diözesanzugehörigkeit
Bistum Mainz
Typ
Frauenkloster
Territorium
- vgl. Entwicklung Offenbach
Lage
1931: Biebererstraße 127, Heute: Marienschule, Ahornstraße 33, 63071 Offenbach am Main
Geschichte
Der Orden der Englischen Fräulein kauft 1928 ein Gebäude in der Bieberer Straße 127, um das schulische und pädagogische Angebot im christlichen Sinne besonders für Mädchen in der Stadt Offenbach auszuweiten. Die Schwestern eröffnen 1929 einen Kindergarten und bauen ein Lyzeum unter dem Namen „Marienschule – Haus Maria Ward“ auf. Diese wird 1938/39 zwangsweise durch die Nationalsozialisten geschlossen. Nach Kriegsende wird die Schule mit 350 Schülerinnen unter schwierigen Bedingungen am 07.September wieder eröffnet. 1950 findet die erste Abiturprüfung statt.
1953 übergeben die Englischen Fräulein die Niederlassung an den Orden der Ursulinen. Der Konvent der Ursulinen in Offenbach stammt aus Ratibor in Oberschlesien, wo 1863 von Breslau aus eine Niederlassung gegründet wird. Die Schwestern werden nach dem 2. Weltkrieg vertrieben und übernehmen die 1929 von den Englischen Fräuleins in Offenbach gegründete Schule.
Die Ursulinen bauen die Anstalt mit neuen Gebäuden für den Konvent, Schule und Internat aus. Neue Schulanlagen werden in der Ahornstraße 33 errichtet einschließlich eines Sportplatzes. 1959 werden der Neubau und die Kapelle eingeweiht.
1988 wechselt der Schulträger; die Ursulinen übergeben die Schule an die Diözese Mainz. Im Kloster leben bis zum Jahr 2017 Ursulinen.
Die Marienschule ist heute eine staatlich anerkannte, kooperative katholische Gesamtschule für Mädchen in Trägerschaft der Diözese Mainz.
Gründungsjahr
1928
Aufhebungsjahr
2017
Organisation
1964 leben 51 Ordensangehörige in Offenbach, darunter 21 Schwestern im Schuldienst. Die Schule wird von 656 Schülerinnen besucht. 1968 arbeiten 44 Schwestern im Kloster.
Besitz
Niederlassungen
1946 in Darmstadt: Einrichtung einer Schule mit staatlicher Genehmigung;
Nachweise
Literatur
- Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 3, Teil 2, Hrsg. Friedhelm Jürgensmeier, S.1390-1391
- Sozialgeschichte und Statistik des Mädchenschulwesens in den deutschen Staaten 1800-1945
- Schematismus der Diözese Mainz Band 1968, S. 96
- Wirken der Orden und Klöster in Deutschland, Bd. 2, S. 306
- Schlander, Schulen in Offenbach, S. 107-108
- Handbuch der Diözese Mainz. Hrsg. Bischöfliche Kanzlei 1931, S.378
Indizes
Sachbegriffe
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Lageort)
Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Offenbach am Main, Ursulinenkloster“, in: Klöster und Orden <https://lagis.hessen.de/de/orte/kloester-und-orden/alle-eintraege/14323_offenbach-am-main-ursulinenkloster> (aufgerufen am 24.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/kl/14323