Cyriaxweimar

Dorf · 215 m über NN  
Gemeinde
Marburg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

5 km südwestlich Marburg

Lage und Verkehrslage

Dorf mit lockerer Bebauung beiderseits eines in die Allna mündenden Bachlaufs. Geschlossene Gehöftgruppe mit Gut im Süden. Nach Norden abgesetzt kleine Gehöftgruppe an einer Wegegabel. Südwestlich abgesetzt Einzelgehöft Hainskirche mit Resten der ehemaligen Wallfahrtskirche. Moderne Wohnsiedlung im Nordosten am linken Bachufer.
Straße Haddamshausen-Marburg

Ersterwähnung

1258

Siedlungsentwicklung

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Marburg.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1869/1870

Älteste Gemarkungskarte

1717

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3480044, 5627608
UTM: 32 U 479978 5625797
WGS84: 50.783579° N, 8.715976° O

Statistik

Ortskennziffer

534014110

Frühere Ortskennziffer

534014331

Flächennutzungsstatistik

  • 1838 (Kasseler Acker): 596 stellbaresLand, 150 Wiesen, 59 Gärten, 128 Triesche, 138 Wald.
  • 1885 (Hektar): 277, davon 127 Acker (= 45.85 %), 28 Wiesen (= 10.11 %), 105 Holzungen (= 37.91 %)
  • 1961 (Hektar): 397, davon 206 Wald (= 51.89 %)

Einwohnerstatistik

  • 1577: 5 Hausgesessene
  • 1630: 1 vierspänniger, 1 dreispänniger, 1 zweispänniger Ackermann.
  • 1630: 4 hausgesessene Mannschaften
  • 1681: 5 hausgesessene Mannschaften
  • 1747: 3 Weißbinder, 1 Schneider, 2 Tagelöhner.
  • 1747: 66
  • 1838 (Familien): 6 Ackerbau, 7 Gewerbe, 6 Tagelöhner 5 nutzungsberechtigte, 11 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 3 Beisitzer.
  • 1861: 107 evangelisch-lutherische, 2 evangelisch-reformierte Einwohner, 1961: 215 evangelische, 10 römisch-katholische Einwohner
  • 1885: 124, davon 124 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961 (Erwerbspersonen): 44 Land- und Forstwirtschaft, 39 Produzierendes Gewerbe, 13 Handel und Verkehr, 17 Dienstleistungen und Sonstiges
  • 1961: 225, davon 215 evangelisch (= 95.56 %), 10 katholisch (= 4.44 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • Um 1400 und später: Gericht Reizberg. 1565: Gerichtstuhl Oberweimar im Gericht Reizberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Gericht Reizberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Gericht Reizberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Marburg
  • 1815. Kurfürstentum Hessen, Amt Kaldern und Reitzberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • 1981: Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Altkreis

Marburg

Gemeindeentwicklung

Am 1.7.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde in die Stadtgemeinde Marburg.

Gericht

  • 1821: Landgericht Marburg
  • 1850: Justizamt Marburg
  • 1867: Amtsgericht Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1258 schenkt der Marburger Bürger Hermann Zöllner dem Kloster Altenberg Güterbesitz in C. - Um 1312 erwirbt das Erzstift Mainz von dem Ritter Wolfram Zenichin von Bommersheim Güterbesitz, der seit 1356 verpfändet ist. - 1320 erwirbt der Deutsche Orden Marburg von den von Rodenhausen und von Vers den dritten Teil eines Hofes; 1344 verkauft Ritter Konrad von Büdingen den von Göns einen Hof zu C. 1345 verkaufen die von Göns und von Langenstein den Hof an den Deutsche Orden. 1358 umfaßt der Deutsche Orden-Besitz einen Hof mit 43, seit 1375: 51, 1549: 621/2 Morgen Ackerland und 7 Morgen Wiesen; bis 1809 in Deutsche Orden-Besitz. - 1494 sind dem Landgraf 2 Pflüge in Cyriax-W. dienstbar. - 1329 besaß das Erzstift Mainz den Zehnten am Ort

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1577 und später: eingepfarrt nach Oberweimar. Seit 1959 Filiale von Oberweimar.

Bekenntniswechsel

Da Filial von Oberweimar, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberweimarer Pfarrer Ludwig Schenck um 1527. Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Sendbezirk Ober-W.

Juden

Juden werden 1747 genannt.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachweise

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Cyriaxweimar, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9383_cyriaxweimar> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/9383