Nellenburg

Burg · 345 m über NN  
Gemarkung
Neustadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Burg

Lagebezug

13 km nordöstlich von Kirchhain

Lage und Verkehrslage

Auf einer kleinen bewaldeten Basaltkuppe am Nord-Rand der Gleimenhainer Höhe die Reste einer Befestigungsanlage mit Graben- und Wallsystem.

Ersterwähnung

1271

Siedlungsentwicklung

Bei der Nellenburg handelt es sich um eine Doppelrechteckanlage (Gesamtumfang 23 m x 20 m) mit oval umlaufendem Trockengraben und Außenwall sowie einem vorgelagerten Abschnittsgraben an der Angriffsseite im Osten. Die nördliche Rechteckanlage weist etwa 2,60 m starke Außenmauern auf und nimmt eine Fläche von ca. 10 m x 20 m ein. Nach Süden schließt sich der etwas tiefer gelegene Burgkomplex mit schwächerer Außenmauer an. An seiner Südwest-Ecke besteht eine rundliche Ausbuchtung, die vermutlich in einen Zusammenhang mit einem Turm gebracht werden kann.
Die Zeitstellung der Anlage ist bis heute unbestimmt geblieben. Möglicherweise wurde die Burg aber 1462 von landgräflichen Truppen bei der Eroberung Neustadts erstürmt. Für 1462 sind zudem Baumaßnahmen überliefert und auch im Jahr 1529 scheint die Anlage noch bewohnt gewesen zu sein.
Die Nellenburg scheint nach dem Jahr 1535 nicht mehr bewohnt gewesen und wüst gefallen zu sein.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Schloß 1468 (KNETSCH, Hessische Chronik 1 [1912] , S. 313; Haus 1535 (ebd.)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3508350, 5633600
UTM: 32 U 508272 5631786
WGS84: 50.837727° N, 9.117482° O

Statistik

Ortskennziffer

53401603009

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1294 und später: Zubehör des mainzisch Amtes Neustadt.

Altkreis

Marburg

Herrschaft

  • 1271 urkunden Graf Ludwig von Ziegenhain und seine Frau Sophie auf der Nellenburg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1271 im Besitz der Grafen von Ziegenhain; 1294 vermutlich mit Neustadt an das Erzstift Mainz verkauft.
  • 1431 und 1492 besitzt das Erzstift nur noch einen Teil der Burg neben ungen. Ganerben.
  • 1502 verkauft Johann von Wahlen die Nellenburg an Johann Steuber, dessen Erben sie 1535 an die von Dörnberg verkaufen

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nellenburg, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9241_nellenburg> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/9241

Mauerreste der Nellenburg bei Neustadt, 1987Die Burgstätte Nellenburg bei Neustadt, 1987Nellenburg, Ansicht von OstenNellenburg, Graben und Wall im WestenNellenburg, Graben und Wall von West nach OstNellenburg, Pateauansicht von OstenNellenburg, Gebäude im NordenNellenburg, MauereckeNellenburg, Ansicht zum nördlichen GebäudeNellenburg, Westliche AußenmauerNellenburg, Ansicht über das südliche GebäudeNellenburg, Innenansicht des TurmansatzesDie Lage von Nellenburg im OrthofotoGrundrissskizze der Nellenburg bei Neustadt, 1963