Lampertshausen

Wüstung · 210 m über NN  
Gemarkung
Wittelsberg
Gemeinde
Ebsdorfergrund
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

Ca. 6,5 km südöstlich Marburg

Lage und Verkehrslage

In der niederen, nach Südwest geöffneten quellreichen Seckbach-Mulde quer über einem von Südosten her einmündenden Tälchen
Flurnamen: Lampertshäuser Heide, -Wiese, -Teichäcker, -Feld; im Höfchen, Kirchhof

Ersterwähnung

1200/1220

Letzterwähnung

vor 1550

Siedlungsentwicklung

Wüstung vor Mitte 16. Jahrhundert. Zwischen 1549 und 1570/72 wird der Lampertshauser Teich angelegt 1584 wird die Feldflur von Wittelsberg, Moischt, Rauischholzhausen, Roßdorf und Schröck aus bestellt Bis zur Verkoppelung war Lampertshausen eine selbständige, abgesteinte Feldmark von über 200 ha Größe mit eigener Dreifelderwirtschaft.

Historische Namensformen

  • Lanbrachhusen (1200/1220) [Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 2 S. 376]
  • Lamprashusen, de (um 1223)
  • Lantperteshusen, de (1241)
  • Lamprechshusen (1257)
  • Lambratishusen, de (1308)
  • Lamprachtizhusin (1356)
  • Lamperzhusen (1505)

Bezeichnung der Siedlung

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

  • In der Flur karolingerzeitliche sowie hoch- und spätmittelalterliche Keramik.

Burgen und Befestigungen

  • Wüstung vor Mitte 16. Jahrhundert.
  • Zwischen 1549 und 1570/72 wird der Lampertshauser Teich angelegt
  • 1584 wird die Feldflur von Wittelsberg, Moischt, Rauischholzhausen, Roßdorf und Schröck aus bestellt
  • Bis zur Verkoppelung war Lampertshausen eine selbständige, abgesteinte Feldmark von über 200 ha Größe mit eigener Dreifelderwirtschaft.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3489900, 5627120
UTM: 32 U 489830 5625309
WGS84: 50.779448° N, 8.855744° O

Statistik

Ortskennziffer

53400811001

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1267, 1387: Gericht Frauenberg

Altkreis

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1200/1220 hat Stift Wetter in Lampertshausen ein Mannlehen von 1 Hufe
  • 1267 verkauft Sibodo von Schröck mit Einwilligung seiner Lehnsherren, der von Merlau und von Ehringshausen Güter in Lampertshausen an den Deutschen Orden Marburg
  • Oberlehensherr war das Kloster Fulda
  • 1318 vertauscht Ritter Heinrich von Sassen dem Deutsche Orden Güterbesitz
  • Vor 1359 erwirbt der Deutsche Orden von dem landgräflichen Amtmann Johann von Schwalbach ein Gut zu Lampertshausen
  • 1358 umfasst der Deutsche Orden-Besitz in Lampertshausen 3 Höfe mit 171 Morgen Ackerland und 10 Morgen Wiesen
  • Einen weiteren Hof der Pietanz kauft der Deutsche Orden 1360 von dem Ritter Johann von Schwalheim
  • 1333 bezieht das Erzstift Mainz Einkünfte aus Güterbesitz
  • 1357 verfügen die Landgrafen über Güterbesitz, aus dessen Einkünften 1387 dem Amtmann Johann von Schwalbach eine jährlich Rente zugewiesen ist
  • 1441 besitzen die Riedesel ein kleines Landgut

Zehntverhältnisse

Der Zehnte ist 1341 mainzisches Lehen
1406 zur Hälfte fuldisches Lehen der Hofherren

Kirche und Religion

Ortskirchen

Kirchliche Mittelbehörden

Im 15. Jahrhundert zum Sendbezirk Amöneburg gehörend

Nachweise

Literatur

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lampertshausen, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9203_lampertshausen> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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