Ibernshausen

Die Lage von Ibernhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
1,5 km südlich von Marburg
Lage und Verkehrslage
Im östlichen Stadtbereich von Marburg südlich der Großseelheimer Straße nahe Glaskopf
Wüste Mühle nahe Süd-Bahnhofs-Brücke am linken Lahnufer
Ersterwähnung
1248
Letzterwähnung
Ende 14. Jahrhundert
Siedlungsentwicklung
Vermutlich schon Ende 14. Jahrhundert Ortswüstung
Mühle bei Ibernshausen vor 1496 wüst
Historische Namensformen
- Ebernshusen (1248) [Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1, 1 Nr. 88]
- Ibernshusen (1280)
- Ybernshusin (1299 und 1357)
- Ibirshusen (1302)
- Ebernshusen (1366)
- Yberczhusin (1375)
- Ubirnshusin (1386)
- Oberntzhusen (1395)
- Obirneshusen (1426)
Bezeichnung der Siedlung
- villa 1248.
- novum molendinum 1248 und 1357
- nuwe mole 1374
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3483790, 5628880
UTM: 32 U 483722 5627068
WGS84: 50.79513° N, 8.769037° O
Statistik
Ortskennziffer
53401401002
Frühere Ortskennziffer
53401420102
Verfassung
Altkreis
Marburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1248 bestätigt die Landgräfin die vom Deutsche Orden Marburg veranlasste Erbauung der Mühle zwischen der Mühle am Grün (zu Marburg) und dem Dorf Ibernshausen 1299 überlässt der Landgraf dem Deutsche Orden gegen einen Zins besagte Mühle, die noch 1374 dem Landgraf zinst. 1358 hat der Deutsche Orden einen Hof mit 79 Morgen Ackerland in Ibernshausen. 1280 stiftet der Amöneburger Bürger Engel dem Kloster Hachborn einen Zins aus seinen Gütern zu Ibernshausen. 1302 schenkt der Wetzlarer Bürger Hermann Selig dem Kloster Haina seinen Giiterbesitz in Ibernshausen. 1376 verkauft der Wäppner Heinrich Riedesel dem Kloster seinen Hof in Ibernshausen, der 1377 an den Marburger Schultheißen Ruprecht Wißgerber verpachtet ist. Landgräfliche Einkünfte aus Güterbesitz 1357 und 1374 erwähnt 1426 verpachtet der Landgraf Land zu Ibernshausen, das bislang zum Vorwerk -> Glaskopf gehört hatte. - 1414 ist der Zehnte schenkisches Lehen der von Sassen. 1465/80 haben die von Dersch Zehntrechte in Ibernshausen.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1367 nach Cappel eingepfarrt
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 202
- Küch, Marburg 1, S. 5
- Historisches Ortslexikon Marburg, S. 143
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ibernshausen, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9117_ibernshausen> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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