Haddamshausen

Die Lage von Haddamshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
6 km südwestlich Marburg
Lage und Verkehrslage
Dorf mit regellosem Grundriss undlockerer Gehöftanordnung Nordwestlich Gehöftgruppe in Talmündungslage (Einmündung des Lippersbaches in die Allna); südöstlich anschließend lineare Bebauung am Talrand entlang der Straße Niederweimar - Hermershausen Moderne Bebauung im Osten
Ersterwähnung
1277
Historische Namensformen
- Hademeshusen (1277) [Gudenus, Codex diplomaticus sive anecdotorum 2, S. 199-200, Nr. 154]
- Hadmdshusin (1323)
- Hadimczhußen (1436)
- Hadentzhusen (1455)
- Hadentshusen (1455)
- Hadamptshausen (1577)
Bezeichnung der Siedlung
- villa 1277
Umlegung der Flur
1948/1949
Älteste Gemarkungskarte
1777
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3479024, 5627165
UTM: 32 U 478958 5625354
WGS84: 50.779561° N, 8.701539° O
Statistik
Ortskennziffer
534014120
Frühere Ortskennziffer
534014332
Flächennutzungsstatistik
- 1838 (Kasseler Acker): 500 stellbares Land, 122 Wiesen, 37 Gärten, 84 Triesche, 215 Wald
- 1885 (Hektar): 274, davon 131 Acker (= 47.81 %), 43 Wiesen (= 15.69 %), 62 Holzungen (= 22.63 %)
- 1961 (Hektar): 276, davon 70 Wald (= 25.36 %)
Einwohnerstatistik
- 1577: 19 hausgesessene
- 1630: 1 dreispännige, 4 zweispännigeAckerleute
- 1630: 10 Mannschaften, 4 Witwen
- 1681: 10 hausgesessene Mannschaften
- 1746: 131 Einwohner
- 1746: 3 Leineweber, 1 Schmied, 2 Wagner, 3 Zimmerleute, 1 Schneider, 1 Müller, 1 Spielmann, 3 Tagelöhner
- 1838 (Familien): 14 Ackerbau, 11 Gewerbe, 5 Tagelöhner 14 nutzungsberechtigte, 14 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 2 Beisitzer
- 1861: 188 evangelisch -lutheranisch
- 1885: 188, davon 188 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961 (Erwerbspersonen): 55 Land- und Forstwirtschaft, 52 Produktionsgewerbe, 20 Handel und Verkehr, 16 Dienstleistungen und Sonstiges
- 1961: 289, davon 279 evangelisch (= 96.54 %), 10 katholisch (= 3.46 %)
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Um 1400 und später: Gericht Reizberg
- 1565: Gerichtstuhl Oberweimar im Gericht Reizberg
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Gericht Caldern
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Gericht Caldern
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Caldern
- 1815. Kurfürstentum Hessen, Amt Kaldern und Reitzberg
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf
- 1981: Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Marburg-Biedenkopf
Altkreis
Marburg
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde in die Stadtgemeinde Marburg.
Gericht
- 1821: Landgericht Marburg
- 1850 Justizamt Marburg
- 1867 Amtsgericht Marburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1277 schenkt der Marburger Schöffe Engelbert die ihm erblich zugefallenen Güter in Haddamshausen einschließlich des Mühlenzinses dem Kloster Altenberg. 1324 verfügt das Erzstift Mainz über einen Hof und 1336 über Einkünfte aus der Mühle zu Haddamshausen. 1495 sind dem Landgraf 2 Pflüge in Haddamshausen dienstpflichtig. 1630 befindet sich in Haddamshausen ein dienstfreier Burgsitz des Hans Heydwolff.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1577 und noch 1926: eingepfarrt nach Oberweimar 1960: Filiale von Oberweimar
Bekenntniswechsel
Da Filial von Oberweimar, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberweimarer Pfarrer Ludwig Schenck um 1527. Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
Die Haddamshäuser Mühle an der Allna arbeitete 1823 mit 2 Mahlgängen und einem Schlaggang.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Haddamshausen, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9090_haddamshausen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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