Forst

Die Lage von Forst im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km östlich von Kirchhain
Lage und Verkehrslage
Westlich der alten Straße von Niederklein-Neustadt im Herrenwald; Flurnamen am Forst, Einsiedel
Ersterwähnung
1283
Letzterwähnung
1478
Siedlungsentwicklung
1478 wüst, Ackerflur später von Neustadt aus bebaut 1894 wurde die zum Staatsforst Neustadt gehörige Flur der Stadt Neustadt eingemeindet 150 m nordöstlich der heutigen Kapelle unter Hochwald die Reste der ehemaligen Kemnate (Wasserburg) Quadratische Befestigung mit Wall und Wassergraben (ca. 16 m x 16 m Außenmaß) Darin soll sich ein viereckiges Gebäude von 4 m Seitenlänge befunden haben Ehemalige Dorfstelle nordöstlich davon auf dem heutigen Wiesengelände anzunehmen Das 1324 genannt novus Forst lag vielleicht 1 km östlich jenseits der Bahnlinie
Historische Namensformen
- Forest, de (1283) [Landau S. 269]
- antiquus Forst (1324)
- novus Forst (1324)
- Fu^orste, zu dem (1353)
Burgen und Befestigungen
- 1478 wüst, Ackerflur später von Neustadt aus bebaut
- 1894 wurde die zum Staatsforst Neustadt gehörige Flur der Stadt Neustadt eingemeindet
- 150 m nordöstlich der heutigen Kapelle unter Hochwald die Reste der ehemaligen Kemnate (Wasserburg)
- Quadratische Befestigung mit Wall und Wassergraben (ca. 16 m x 16 m Außenmaß)
- Darin soll sich ein viereckiges Gebäude von 4 m Seitenlänge befunden haben
- Ehemalige Dorfstelle nordöstlich davon auf dem heutigen Wiesengelände anzunehmen
- Das 1324 genannt novus Forst lag vielleicht 1 km östlich jenseits der Bahnlinie
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3505451, 5632239
UTM: 32 U 505375 5630426
WGS84: 50.825527° N, 9.076308° O
Statistik
Ortskennziffer
53401805035
Verfassung
Altkreis
Marburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1324 hat das Erzstift Mainz Einkünfte in Alt- und Neu-Forst
- 1353 öffnen die von Gleimenhain, genannt von dem Forst, dem Landgrafen ihre Kemnate zu dem Forst. 1478 geben die von Görz die ihnen verpfändete Hälfte an die Schenken zu Schweinsberg zurück. Im gleichen Jahr verkaufen die Schenken Hans von Dörnberg ihre Wüstung und Dorfschaft einschließlich der Burg.
- 1563 verpflichten sich das Erzstift Mainz und die von Dörnberg, den gemauerten Stock nicht wieder zu einer Burg auszubauen.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- An der Stelle der alten Dorfkirche wurde 1894 eine Wallfahrtskapelle errichtet
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Sendbezirk Neustadt
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 268-269
- Kern, Amöneburger Becken, S. 182-185
- Historisches Ortslexikon Marburg, S. 89
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Forst, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9062_forst> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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