Eiloh

Wüstung · 217 m über NN  
Gemarkung
Kleinseelheim
Gemeinde
Amöneburg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

Ca. 4,5 km südwestlich Kirchhain

Lage und Verkehrslage

Ca. 1,5 km südwestlich Kleinseelheim an einem Tiefbrunnen bei der Wegekreuzung Flurnamen: Rulerweg, Ehlerfeld, Ehlerwiese, Ehlerberg, Die Kirchhöfe

Ersterwähnung

vor 775

Letzterwähnung

1358/um 1405

Siedlungsentwicklung

Wüstung 1358 / um 1405
Im Bereich der Wüstung Keramikfunde des 8.-14. Jahrhunderts

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (vor 775)
  • dorf (1329)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3490850, 5628900
UTM: 32 U 490779 5627088
WGS84: 50.795465° N, 8.869169° O

Statistik

Ortskennziffer

53400101007

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • Vor 775: Lahngau
  • 1324 und 1343 finden placita in Eiloh statt

Altkreis

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Vor 775 erhält Kloster Hersfeld eine Güterschenkung freier Leute. 1075 tritt das Kloster seine Besitzungen an das Erzstift Mainz ab, das um 1248 und 1324 über einen Hof verfügt.
  • 1329 weist das Erzstift den von Rodenhausen Einkünfte zu.
  • 1333 hat der Mainzer Burgmann Widerold von Vers Allodialbesitz in Eiloh. Die mainzischen Einkünfte sind 1341 an die von Bicken, 1388 an die Rau von Holzhausen verlehnt.
  • Vor 1265 verkauft Friedrich von Kalsmunt dem Deutschen Orden Marburg Güter in Eiloh. 1265 entsagt Walter von Nordeck seinen Ansprüchen auf diese Güter. 1305 kauft der Deutsche Orden von Gumbert Hobeherr Einkünfte von dessen Gütern in Eiloh. 1358-1366 ist 1 Deutscher Orden-Hof in Eiloh erwähnt; später offenbar aufgegeben.
  • Um 1405 besitzt der Landgraf einen wüst Hof in Eiloh

Zehntverhältnisse

Mainz, Erzstift Fulda, KlosterDer Zehnte in Eiloh war zwischen dem Erzstift Mainz und dem Kloster Fulda geteilt.

Kirche und Religion

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Sendbezirk Amöneburg

Kultur

Historische Ereignisse

1324 tagt ein vom Landgraf und dem Erzbischof von Mainz angerufenes Schiedsgericht in Eiloh. Weitere Verhandlungen zwischen beiden Parteien finden 1343 in Eiloh statt.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Eiloh, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9042_eiloh> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/9042