Eiloh

Die Lage von Eiloh im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
Ca. 4,5 km südwestlich Kirchhain
Lage und Verkehrslage
Ca. 1,5 km südwestlich Kleinseelheim an einem Tiefbrunnen bei der Wegekreuzung Flurnamen: Rulerweg, Ehlerfeld, Ehlerwiese, Ehlerberg, Die Kirchhöfe
Ersterwähnung
vor 775
Letzterwähnung
1358/um 1405
Siedlungsentwicklung
Wüstung 1358 / um 1405
Im Bereich der Wüstung Keramikfunde des 8.-14. Jahrhunderts
Historische Namensformen
- Eihloha (vor 775 (XII)) [Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1, Nr. 38]
- Einlohun (1057)
- Enloyn (um 1248)
- Eilo (1265)
- Eloen (1305)
- Eilon (1308)
- Eylo (1324)
- Eulauwe (1358)
Bezeichnung der Siedlung
- villa (vor 775)
- dorf (1329)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3490850, 5628900
UTM: 32 U 490779 5627088
WGS84: 50.795465° N, 8.869169° O
Statistik
Ortskennziffer
53400101007
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Vor 775: Lahngau
- 1324 und 1343 finden placita in Eiloh statt
Altkreis
Marburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Vor 775 erhält Kloster Hersfeld eine Güterschenkung freier Leute. 1075 tritt das Kloster seine Besitzungen an das Erzstift Mainz ab, das um 1248 und 1324 über einen Hof verfügt.
- 1329 weist das Erzstift den von Rodenhausen Einkünfte zu.
- 1333 hat der Mainzer Burgmann Widerold von Vers Allodialbesitz in Eiloh. Die mainzischen Einkünfte sind 1341 an die von Bicken, 1388 an die Rau von Holzhausen verlehnt.
- Vor 1265 verkauft Friedrich von Kalsmunt dem Deutschen Orden Marburg Güter in Eiloh. 1265 entsagt Walter von Nordeck seinen Ansprüchen auf diese Güter. 1305 kauft der Deutsche Orden von Gumbert Hobeherr Einkünfte von dessen Gütern in Eiloh. 1358-1366 ist 1 Deutscher Orden-Hof in Eiloh erwähnt; später offenbar aufgegeben.
- Um 1405 besitzt der Landgraf einen wüst Hof in Eiloh
Zehntverhältnisse
Kirche und Religion
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Sendbezirk Amöneburg
Kultur
Historische Ereignisse
1324 tagt ein vom Landgraf und dem Erzbischof von Mainz angerufenes Schiedsgericht in Eiloh. Weitere Verhandlungen zwischen beiden Parteien finden 1343 in Eiloh statt.
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eiloh, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9042_eiloh> (aufgerufen am 12.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/9042