Niedershausen

Dorf · 179 m über NN  
Gemeinde
Löhnberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

6 km nördlich von Weilburg

Lage und Verkehrslage

Nordwestlich von Löhnberg an der L 3044 und am Kallen-Bach.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1325)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3447619, 5600699
UTM: 32 U 447565 5598899
WGS84: 50.539679° N, 8.260037° O

Statistik

Ortskennziffer

533010020

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 798, davon 394 Acker (= 49.37 %), 81 Wiesen (= 10.15 %), 273 Holzungen (= 34.21 %)
  • 1961 (Hektar): 808, davon 324 Wald (= 40.10 %)

Einwohnerstatistik

  • 1885: 808, davon 796 evangelisch (= 98.51 %), 11 katholisch (= 1.36 %), 1 Juden (= 0.12 %)
  • 1961: 1148, davon 942 evangelisch (= 82.06 %), 184 katholisch (= 16.03 %)
  • 1970: 1149 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Fürstentum Nassau-Diez, Amt Beilstein
  • 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Driedorf, Amt Mengerskirchen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis

Oberlahnkreis

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1970 wurde Niedershausen im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Löhnberg eingegliedert.

Gericht

  • bis 1816: Amt Mengerskirchen
  • 1816: Amt Weilburg
  • 1849: Justizamt Weilburg
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
  • 1867: Amtsgericht Weilburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1325 verpfändet Marquard von Solms seinen vierten Teil an genannten Dörfern, u.a. an Niedershausen, an seinen Vetter Hartrart, Herr zu Merenberg.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1351: Pfarrei

Patrozinien

  • Burkhard

Pfarrzugehörigkeit

1569 von Löhnberg, 1581-1582 von Mengerskirchen, 1582-1590 und 1643-1656 von Nenderoth versehen.

Patronat

Nach einer 1455 zwischen der Gemeinde Niedershausen und Stift Weilburg getroffenen Vereinbarung läßt das Stift gegen Überlassung des Zehnten allsonntäglich in der Pfarrkirche Messe lesen. 1574 hatte Nassau-Weilburg das Patronatsrecht inne.

Diakonische Einrichtungen

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation zwischen 1533 und 1536.
Erster evangelischer Pfarrer: Friedrich Rauch 1526-1544, unbekannt, seit wann evangelisch.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier
Sendpflichtig nach Weilburg

Kultur

Schulen

1590 Schule errichtet.

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Niedershausen, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8682_niedershausen> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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