Niedershausen

Die Lage von Niedershausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
6 km nördlich von Weilburg
Lage und Verkehrslage
Nordwestlich von Löhnberg an der L 3044 und am Kallen-Bach.
Historische Namensformen
- Nyderhusen (1325) [Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 300, S. 305-306]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1325)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3447619, 5600699
UTM: 32 U 447565 5598899
WGS84: 50.539679° N, 8.260037° O
Statistik
Ortskennziffer
533010020
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 798, davon 394 Acker (= 49.37 %), 81 Wiesen (= 10.15 %), 273 Holzungen (= 34.21 %)
- 1961 (Hektar): 808, davon 324 Wald (= 40.10 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 808, davon 796 evangelisch (= 98.51 %), 11 katholisch (= 1.36 %), 1 Juden (= 0.12 %)
- 1961: 1148, davon 942 evangelisch (= 82.06 %), 184 katholisch (= 16.03 %)
- 1970: 1149 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstentum Nassau-Diez, Amt Beilstein
- 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Driedorf, Amt Mengerskirchen
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
- 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Oberlahnkreis
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1970 wurde Niedershausen im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Löhnberg eingegliedert.
Gericht
- bis 1816: Amt Mengerskirchen
- 1816: Amt Weilburg
- 1849: Justizamt Weilburg
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
- 1867: Amtsgericht Weilburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1325 verpfändet Marquard von Solms seinen vierten Teil an genannten Dörfern, u.a. an Niedershausen, an seinen Vetter Hartrart, Herr zu Merenberg.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1351: Pfarrei
Patrozinien
- Burkhard
Pfarrzugehörigkeit
1569 von Löhnberg, 1581-1582 von Mengerskirchen, 1582-1590 und 1643-1656 von Nenderoth versehen.
Patronat
Nach einer 1455 zwischen der Gemeinde Niedershausen und Stift Weilburg getroffenen Vereinbarung läßt das Stift gegen Überlassung des Zehnten allsonntäglich in der Pfarrkirche Messe lesen. 1574 hatte Nassau-Weilburg das Patronatsrecht inne.
Diakonische Einrichtungen
Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation zwischen 1533 und 1536.
Erster evangelischer Pfarrer: Friedrich Rauch 1526-1544, unbekannt, seit wann evangelisch.
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier
Sendpflichtig nach Weilburg
Kultur
Schulen
1590 Schule errichtet.
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- An Lahn und Kallenbach
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 813f.
- May, Territorialgeschichte des Oberlahnkreises, S. 277f.
- Denkmaltopographie Limburg-Weilburg 1, S. 438-444
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 202
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Abicht, Kreis Wetzlar 2, S. 225
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Niedershausen, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8682_niedershausen> (aufgerufen am 31.05.2026)
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