Niederhadamar

Die Lage von Niederhadamar im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
Niederhadamar liegt 5,7 km nordwestlich von Limburg.
Lage und Verkehrslage
Niederhadamar liegt 1,5 km südwestlich von Hadamar an der L 3462.
Historische Namensformen
- Nider Hademer (1616) (Kupferstichkarte von Nassau)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3431497, 5589399
UTM: 32 U 431450 5587603
WGS84: 50.436443° N, 8.034713° O
Statistik
Ortskennziffer
53300701003
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürst zu Nassau-Diez, Dillenburg, Hadamar und Siegen (Nassau-Oranien), Fürstentum Hadamar, Amt Hadamar
- 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Hadamar, Amt Hadamar
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Limburg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Limburg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Limburg
Gemeindeentwicklung
Am 01.04.1939 werden Faulbach und Niederhadamar nach Hadamar eingemeindet (Amtsblatt der Regierung zu Wiesbaden Stück 1 vom 07.01.1939).
Gericht
- 1816: Amt Hadamar
- 1849: Justizamt Hadamar
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Hadamar
- 1867: Amtsgericht Hadamar
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1486: Plebanie
- 1527: Pfarrer
Pfarrzugehörigkeit
Zur Pfarrei gehörten ab 1567 Offheim und ab 1590 Malmeneich. Als Tochterpfarrei gehörte der Ort zur Pfarrei Dietkirchen.
Patronat
Das Patronat wird 1564 von den von Braunsberg wahrgenommen.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg ab 1533
Reformierter Bekenntniswechsel: um 1575
Katholischer Bekenntniswechsel in Nassau-Hadamar: ab 1629
Kirchliche Mittelbehörden
Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig
Wirtschaft
Nach 1827 werden in der Gegend um Hadamar, Faulbach und Niederhadamar Braunsteinlagerstätten erschlossen.
Mühlen
1806 gehören 3 Mühlen zu Niederhadamar.
Nachweise
Literatur
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 752f.
- Metzler, Ortsnamen, S. 100
- Denkmaltopographie Limburg-Weilburg 1, S. 316-326
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 149
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Die evangelische Kirche in Nassau-Oranien 1530-1930
- Schindling/Ziegler, Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation, S. 234ff.
Siehe auch
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Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Niederhadamar, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8610_niederhadamar> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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