Münster

Die Lage von Münster im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
14 km südöstlich von Limburg.
Lage und Verkehrslage
Der Ort liegt 4 km nordöstlich von Selters an der L 3021.
Ersterwähnung
1194
Historische Namensformen
- Monasterium (1194) [HHStAW Bestand 11 Nr. U 6]
Ortsteile
- villa (1194)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3447862, 5581872
UTM: 32 U 447808 5580079
WGS84: 50.370464° N, 8.266086° O
Statistik
Ortskennziffer
533014030
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 811, davon 429 Acker (= 52.90 %), 63 Wiesen (= 7.77 %), 269 Holzungen (= 33.17 %)
- 1961 (Hektar): 811, davon 274 Wald (= 33.79 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 1280, davon 1258 evangelisch (= 98.28 %), 12 katholisch (= 0.94 %), 10 Juden (= 0.78 %)
- 1961: 1048, davon 827 evangelisch (= 78.91 %), 218 katholisch (= 20.80 %)
- 1970: 1021
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Grafschaft (seit 1791 Fürstentum) zu Wied-Runkel, Amt oder Herrschaft Runkel
- 1806: Herzogtum Nassau, Kirchspiel Münster
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
- 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Oberlahnkreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1974 wurde Münster im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Selters (Taunus) eingegliedert.
Gericht
- 1816: Amt Runkel
- 1849: Justizamt Runkel
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Runkel
- 1867: Amtsgericht Runkel
- 1968: Amtsgericht Weilburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1194 schenkt der Bischof Heinrich von Worms das Dorf Münster mit der Kirche und dem Kirchenzehnten.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1194: Kirche
- 1334: Pfarrer
Pfarrzugehörigkeit
Zur Pfarrei gehörten 1194 Bruchhausen, Wolfenhausen, Hengstbach, Rudolfshusen und Wilmanshagen.
Patronat
Das Patronat schenkt Bischof Heinrich von Worms 1194 der Prämonstratenserabtei Arnstein a.d. Lahn.
1197 wird die Kirche dem Kloster inkorporiert.
Diakonische Einrichtungen
Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft (Zivilgemeinde)
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Kirchliche Mittelbehörden
Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Kirberg gehörig
Juden
1843: 50 Juden
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
1806 gehören zu Münster 3 Mühlen und Eisensteingruben
Nachweise
Literatur
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 797
- May, Territorialgeschichte des Oberlahnkreises, S. 274f.
- Denkmaltopographie Landkreis Limburg-Weilburg 2, S. 619-625
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 180
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd.2
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Münster, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8292_muenster> (aufgerufen am 13.03.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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