Oberquembach

Dorf · 240 m über NN  
Gemeinde
Schöffengrund
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10 km südwestlich von Wetzlar

Ersterwähnung

1259-1266

Weitere Namen

Ober Quembach

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1259-1266)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3463091, 5592476
UTM: 32 U 463031 5590679
WGS84: 50.466941° N, 8.479094° O

Statistik

Ortskennziffer

532018040

Flächennutzungsstatistik

  • 1834 (Morgen): 2280, davon 811 Wald
  • 1885 (Hektar): 582, davon 289 Ackerland (= 49.66 %), 48 Wiesen (= 8.25 %), 215 Holzungen (= 36.94 %)
  • 1961 (Hektar): 576, davon 227 Wald (= 39.41 %)

Einwohnerstatistik

  • 1834: 305 evangelische Einwohner
  • 1961: 512, davon 423 evangelisch (= 82.62 %), 85 katholisch (= 16.60 %)
  • 1970: 576 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Braunfels
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Braunfels
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis

Wetzlar

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 wurde Oberquembach im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Schöffengrund eingegliedert.

Gericht

  • 1335 verkauft der Wäppner Gumpert von Garbenheim alle Eigenleute u.a. im Quembacher Gericht
  • 1336 veräußert Kaiser Ludwig der Bayer die Eigenleute des Reiches an Graf Johann I. von Solms
  • 1815: standesherrliches Justizamt Braunfels
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Braunfels)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • (1259-1266) verkaufen Hermann, Schultheiss zu Gelnhausen, und seine Ehefrau Jutta dem Wetzlarer Bürger Richolf, genannt von Brath, ihre Güter zu Quembach.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1350: Kirche

Pfarrzugehörigkeit

Zum Kirchspiel Kraftsolms gehörig. Bis 1717 Filial von Oberwetz, danach eigene Pfarrei mit Niederquembach.

Patronat

1458: Solms-Braunfels

Bekenntniswechsel

Da bis 1717 Filial von Oberwetz, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberwetzer Pfarrer Maximilian Fabri 1527-1568. Erster eigener evangelischer Pfarrer: Gottfried Brückel 1717-1744 Reformierter Bekenntniswechsel

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Oberquembach, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7895_oberquembach> (aufgerufen am 06.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/7895