Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
13,5 km südwestlich von Eschwege
Lage und Verkehrslage
Westlich Bischhausen in Richtung Waldkappel unterhalb des Wehrberges im Bereich des Wehrhofes
Ersterwähnung
1141
Letzterwähnung
1521
Historische Namensformen
- Wehre; Were (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Were, zcu (1391) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 3608]
- Were (1448) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 537-538, Nr. 1368, Anm. 1, mit falscher Datierung auf 1408; zur korrigierten Datierung s. K. A. Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, S. 128; StA Wü, MIB 25 fol. 279 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe mit Nere]
- Were, desertum (1451, Germeroder Zinsregister)
- Were bei Rudolfshausen (1480, Klosterarchive 1: Klöster an der Werra 1279)
- Were vor Cappel (1521)
Bezeichnung der Siedlung
- desertum (1451)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3564563, 5667903
Statistik
Ortskennziffer
63601201009
Frühere Ortskennziffer
63601215013
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1141: Honer Mark (in pago, qui dicitur Hunether marca, circa fluvium Werraha)
Altkreis
Eschwege
Gericht
Herrschaft
- 1391 bittet Hermann von Schlutwinsdorf, Burgmann zu Melsungen, den Abt von Fulda, ihn mit Gütern in Wanrode, Mäckelsdorf, Berkirsch und weiteren im Einzelnen aufgeführten Orten, u.a. zu Were, zu belehnen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1141 bestätigt der Mainzer Erzbischof Markolf dem von dem Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und seinen Vorfahren gegründeten Benediktinerkloster St. Blasien zu Northeim u.a. seinen Besitz zu Were. Der Besitz des Klosters Northeim gelangt um 1200 an das Kloster Bursfelde, welches ihn noch 1446 innehat und mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die Boyneburger veräußert.
- Die von Boyneburg-Bischhausen hatten Besitz zu Were von Hessen zu Lehen (Rev. 1449-1787). Sie hatten ihn vom Kloster Bursfelde erkauft.
Zehntverhältnisse
1141 fügt der Mainzer Erzbischof Markolf der Schenkung an Kloster St. Blasien zu Northeim den Zehnten in Were hinzu
Nachweise
Literatur
- 1200 Jahre Bischhausen, S. 16-19
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 508
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 312 und 316
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Were, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7250_were> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/7250