Weissner

Die Lage von Weissner im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
17 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen
Lage und Verkehrslage
7,5 km östlich von Hessisch Lichtenau gelegen 4 km nordöstlich von Küchen am Ostufer des Weißbaches westlich Punkt 414,2 gelegen Flurnamen: "Das alte Dorf", "Wißkirche", "Botterborn", "auf der Mühlstätte"
Ersterwähnung
1195
Siedlungsentwicklung
Der Ort ging wahrscheinlich in den Fehden von 1385 bis 1390 zugrunde.
Historische Namensformen
- Wisßenere (1195) [Abschrift 15. Jahrhundert Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 340-341, Nr. 873]
- Wisßner (1262 [XV] (Klosterarchive 1: Klöster an der Werra ebenda. Nr. 890)
- Wissener; Wyssener, in (1300) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 166]
- Wysner (1341) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 395-396, Nr. 1006]
- Wiesener (1383) [HStAM Best. Rechn. I, Nr. 87/2]
- Wiessener, uz deme (1384)
- Wiissener (1454) [HStAM Best. S Nr. 451]
- Wysßeners velt, das (1466) [HStAM Best. Urk. 14 Nr. 8763]
- Wiesßenner (1492)
- Weysner; Weisner (1553) [HStAM Bestand S Nr. 524]
- Wiesenner (1580)
- Wißner (1580)
- Weissener, im (1708/10) [Gewässerbezeichnung Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 7]
- Weißner (1715)
- Weißener, zu (1715)
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1195)
- villae (1341)
- (1383)
- Wüstung (1454)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3557843, 5672921
UTM: 32 U 557746 5671091
WGS84: 51.188318° N, 9.826305° O
Statistik
Ortskennziffer
63600607001
Flächennutzungsstatistik
- 1454: 10 Huben von Küchen und Hasselbach aus bewirtschaftet
- 1553: 17 1/2 Huben; zwischen den von Hundelshausen, von Bischofferode und Kloster Germerode geteilt
- 1569 und 1715: 17 1/2 Huben in der Wüstung
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1383/87: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)
- 1454 und 1553: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)
Altkreis
Witzenhausen
Herrschaft
- 1383/87: Amt Reichenbach
Hessen, Landgrafen 1553: Landgräfliches Gericht
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1195: Kloster Germerode erhält Güterbestätigung zu Weissner.
- 1262: Kloster Germerode in seinem Besitz zu Weissner durch die Witwe des Reinhard von Westerburg bedrängt.
- 1300: Die von Reichenbach übertragen Güter zu Weissner an Kloster Hersfeld.
- 1341: Hartrad von Reichenbach verkauft Ludwig Diede und Hermann von Kappel sein Erbe im Dorf Weissner.
- 1454: Hermann von Kappel hat hessisches Lehen zu Weissner inne.
- 1466: Landgraf Ludwig belehnt die Meisenbug mit dem halben Feld zu Weissner; folgend Belehnungen bis 1787.
- 1476: Landgräflicher Verkauf zu Weissner an Heinrich Rauschenberg
- 1480 - 1527: Besitz des Klosters Germerode nachgewiesen
- 1553: Teilung der Wüstung Weissner zwischen den von Hundelshausen und von Bischofferode
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1553 und 1583: wüste Kirche
- 1595: Skizze (StA Marburg Adelsrepositur von Ratzenberg)
- Altarstein heute in Küchen bei der Linde
Wirtschaft
1643: Bergschreiber auf dem Meißner
1461: ein Schüßler genannt
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weissner, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7225_weissner> (aufgerufen am 05.05.2026)
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