Stempelshausen

Die Lage von Stempelshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
500 m Gegenüber der Stadtmitte von Witzenhausen am nördlichen Werra-Ufer gelegen
Ersterwähnung
1348
Siedlungsentwicklung
Vor 1341 in Witzenhausen aufgegangen
Historische Namensformen
- Stempelshusen, in (1348) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 584-585, Nr. 1462]
- Stemphelshusen, in (1372) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 590-591, Nr. 1473]
- Stemppelshusin, beneden der capellin (1397) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 595, Nr. 1483]
- Stenpelshusen, in (1436) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S.607, Nr. 1514]
- Stempfelshusen, zu (1463) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 623-624, Nr. 1556]
- Stemmppelhußin, ad capellam (16. Jahrhundert)
- St. Tempelshausen (1711) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 606-607, Nr. 1513, Anm. 1]
Burgen und Befestigungen
- Vor 1341 in Witzenhausen aufgegangen
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3559893, 5690543
UTM: 32 U 559795 5688706
WGS84: 51.346483° N, 9.858572° O
Statistik
Ortskennziffer
63601616009
Verfassung
Altkreis
Witzenhausen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1331: Die Gebrüder von Berlepsch schenken der Kapelle vor der Brücke einen Zins zu Willershausen (im Rubrum aus dem 16. Jh. heißt es lod ad cappellam Stumppelhußin)
- 1333: Dieselben lassen der Kapelle vor der Brücke Güter an der Brücke zu Witzenhausen auf.
- 1338: Landgraf Heinrich befreit die Güter der Kapelle neben der Brücke, die von ihm zu Lehen gehen, von Abgaben.
- 1341: Die Stadt Witzenhausen befreit die Güter der Kapelle neben der Brücke von Abgaben.
- 1348: Verzicht der Familie Bruchtiwel von Witzenhausen auf Güter zu Rückerode zugunsten der Kapelle Stempelshausen.
- 1372: Erneute Befreiung der Güter der Kapelle St. von Abgaben durch Landgraf Heinrich
- 1525: Wilhelmitenkloster Witzenhausen im Besitz der Kapelle Stempelshausen
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Um 1100: Nikolauskirche erbaut
- 1275: Im Besitz (oder Sitz) der Zisterzienserinnen zu Witzenhausen
- 1291: An Wilhelmitenkloster Witzenhausen überlassen
- 1331: Kapelle und Rektor
- 1333: Neu erbaut mit Friedhof
- 1337: Priester und Kapelle; zuständig: Pfarrer zu Bischoffshausen; Bestattungsrecht
- 1433: Weihe eines neuen Marienaltars
- 1610-1616 existiert noch ein Pfarrlehen der Pfarrei Witzenhausen in Stempelshausen
Patrozinien
- Matthias; Maria [1437]
Patronat
1338: Landgraf Heinrich verzichtet auf das Patronatsrecht zugunsten der Witzenhauser Familie Gottfried Bruchtiwel in dem Steinhaus, durch welche die Kapelle erbaut wurde.
1463: Patronat zurück an Wilhelmitenkloster Witzenhausen; nach der Reformation säkularisiert
Nachweise
Quellen
Karte bei K.A. Eckhardt, Rechtsquellen Witzenhausen nach S. 236
Literatur
- Historisches Ortslexikon Witzenhausen, S. 127
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 294
- Eckhardt, Landschaft an der Werra, S. 20
- Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Witzenhausen, S. XXIX, Lxxiiif. und 188
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stempelshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7023_stempelshausen> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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