Steinbach

Die Lage von Steinbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
16 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen
Lage und Verkehrslage
6 km östlich von Hessisch Lichtenau und 1,7 km westlich von Hausen gelegen, östlich der Steinbachsmühle und nördlich des Schilftalbaches. Flurname: "Steinbach"
Ersterwähnung
1300
Siedlungsentwicklung
1454: Wald zu Wiese gerodet 4 Hufen genannt, von Velmeden, Küchen, Hopfelde, Walburg und Hausen aus bestellt. 1553: 6 Hufen genannt, nur noch von Hausen aus bestellt. 30 Schritt abwärts der jetzigen Mühle links des Wassers der Totenhof des ehemals Ortes 1773: Hut gemeinsam von Hausen, Küchen und Velmeden ausgeübt Siedlungsrest: Steinbachsmühle 1779: 12 Hufen Wüstung Um 1800: 556 Acker Kolorierter Abriß von 1595 in Sta Marburg 17 a. von Ratzenberg Pak. 2
Historische Namensformen
- Steymbach, in (1300) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 166]
- Steynbach, tzu (1372) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1 Nr. 239]
- Steinbach (1454) [HStAM Bestand S Nr. 451, Bl. 12]
- Steinbach (1553) [HStAM Bestand S Nr. 524]
Bezeichnung der Siedlung
- 1383: noch bewohnt
- Wüstung (1454 und 1553)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3556913, 5674436
UTM: 32 U 556816 5672606
WGS84: 51.202028° N, 9.813244° O
Statistik
Ortskennziffer
63600603003
Einwohnerstatistik
- 1454: Wald zu Wiese gerodet
- 4 Hufen genannt, von Velmeden, Küchen, Hopfelde, Walburg und Hausen aus bestellt.
- 1553: 6 Hufen genannt, nur noch von Hausen aus bestellt.
- 30 Schritt abwärts der jetzigen Mühle links des Wassers der Totenhof des ehemals Ortes
- 1773: Hut gemeinsam von Hausen, Küchen und Velmeden ausgeübt
- Siedlungsrest: Steinbachsmühle
- 1779: 12 Hufen Wüstung
- Um 1800: 556 Acker
- Kolorierter Abriß von 1595 in Sta Marburg 17 a. von Ratzenberg Pak. 2
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1300: Im Besitz der von Reichenbach. 1454: Amt, 1807: Kanton Lichtenau
Altkreis
Witzenhausen
Herrschaft
- 1383/87: Amt Lichtenau. 1454 und 1553 landgräfliches Gericht und Herrschaft, 1715: desgleichen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1300: Werner und Hartrad von Reichenbach vertauschen dem Kloster Hersfeld ihre Güter zu Steinbach.
- 1372 und 1375: Kloster Kaufungen erhält Besitz in Steinbach durch Lutz von Schlutwinsdorf.
- 1564: Güter der von Hundelshausen zu Steinbach.
- 1565: Joh. von Ratzenberg erhebt als Schwager Hermanns von Hundelshausen Anspruch auf den Wald Steinbach, von Landgraf Philipp zurückgewiesen.
- 1591: Güter zu Steinbach kommen durch Kauf von Christoph Schröder an Kaspar Trebecius.
- 1592: Landgraf Moritz belehnt die Familie Coriarius mit Gütern zu Steinbach.
- 1599: Joh. von Ratzenberg will nach Tod Hermanns von Hundelshausen die Leihe zu Steinbach an sich ziehen, was von den landgräflichen Beamten verweigert wird.
- 1680: Jost Friedrich von Buttlar verkauft das Gehölz im Steinbach (383 3/4 Acker) mit allen Rechten an Landgraf Karl.
Nachweise
Literatur
- H. Simon, Hausen. Höchstgelegener Ort Kurhessens, S. 542-543
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 70 f.
- Siegel, Geschichte der Stadt Lichtenau, S. 254 f.
- Krummel, Ämter Melsungen, S. 69 f.
- Historisches Ortslexikon Witzenhausen, S. 126
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steinbach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6996_steinbach> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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