Recksrode

Die Lage von Recksrode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
20 km südlich von Eschwege
Lage und Verkehrslage
2 km ostsüdöstlich von Blankenbach in einem Waldwiesental unmittelbar an der hessisch-thüringischen Landesgrenze gelegen Die Dorfkirche befand sich direkt nördlich des sogenannten "Nonnenborns" im Bereich von Ziegelfunden (hier lokalisiert). Mittelalterliche Scherben fanden sich noch im Bachlauf dicht unterhalb des Nonnenborns sowie im östlichen Teil der Waldwiese auf einer etwa 200 x 50 m großen Fläche auf Maulwurfshaufen (4926: 3572120 / 5652670).
Ersterwähnung
1392
Letzterwähnung
1597
Weitere Namen
Rexerode
Siedlungsentwicklung
Nach Lambertus Collmann (Genealogia der v. Baumbach (Msc.) 44) wurde "Rexrode" 1375 zerstört und lag noch 1597 wüst.
Historische Namensformen
- Rexrode (1375)
- Regkerode, czu (1392) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 642]
- Rekisrade (1428) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 2, 1.3]
- Reckesrode (1521) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 3-4, 1.6; HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 1216]
- Rexingerode (um 1510)
- Rexerode (1572) [
HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 1218#
] - Recksrode (1708/10) [Gewässerbezeichnung Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 13]
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf und Gemarkung (1392)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3572190, 5652590
UTM: 32 U 572087 5650768
WGS84: 51.003967° N, 10.027427° O
Statistik
Ortskennziffer
63601102003
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Amt Sontra
Altkreis
Rotenburg
Herrschaft
Hattenbach, Adlige Hersfeld, Kloster 1392 erhält Konrad von Hattenbach vom Abt von Hersfeld die Erlaubnis zur Übergabe des Burglehens in Hattenbach, zu dem auch Recksrode gehört, an seine Ehefrau Luckard.Hersfeld, Kloster 1428 bis 1824 ist der halbe Ort hersfeldisches Lehen der von Baumbach (Lehenrev. der v. Baumbach).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1510 war er strittig zwischen ihnen und Kaspar von Boyneburg (Fragm. Actorum des Hofgerichts 5, 1).
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Direkt nördlich des sogenannten "Nonnenborns" an der Böschung südlich unterhalb des Waldweges (hier lokalisiert) fand man 1987 zwei große mittelalterliche Dachziegelfragmente des Typs 'Mönch und Nonne'.
- Bereits Angaben aus den 1930er Jahren verweisen auf eine frühere Kirche der Wüstung, da am vorliegenden Platz noch "einige Mauerreste" vorhanden gewesen seien. 1557 wurde in einer Grenzbeschreibung tatsächlich ein "uf under der Recksroder kirchen uf der wiesen" stehender Grenzstein erwähnt (Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen Nr. 2703, fol. 110).
Kultur
Historische Ereignisse
1375: zerstört (Collmann)
1597: noch wüst (Collmann)
Nachweise
Literatur
- Wetterau, Gericht Tannenberg, S. 55
- Deist, Siedlungen der Bergbaulandschaften, S. 136
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 377 (Recksrode) u. 385 (Rexerode)
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 330 (Rexerode)
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 523 f. (Sippel)
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Recksrode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6734_recksrode> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6734