Niederkalbach

Die Lage von Niederkalbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
14 km südwestlich von Fulda
Lage und Verkehrslage
Unweit südöstlich von Neuhof in einem Seitental der Fliede erhöht über dem Kalbach. Die heute verschwundene Burg befand sich im Ortskern auf einem Sporn neben der Kirche. Der links vom Bach liegende westliche Dorfteil heißt Schönenhof (s. d.).
Ersterwähnung
826
Siedlungsentwicklung
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederkalbach.
Historische Namensformen
- Nieder-Kalbach
- Kalbach, Nieder-
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3545393, 5589213
UTM: 32 U 545300 5587417
WGS84: 50.437019° N, 9.637898° O
Statistik
Ortskennziffer
631016040
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 569, davon 261 Acker (= 45.87 %), 168 Wiesen (= 29.53 %), 108 Holzungen (= 18.98 %)
- 1961 (Hektar): 1485, davon 997 Wald (= 67.14 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 53 Feuerstellen, 441 Seelen
- 1885: 568, davon 7 evangelisch (= 1.23 %), 561 katholisch (= 98.77 %)
- 1961: 892, davon 32 evangelisch (= 3.59 %), 859 katholisch (= 96.30 %)
- 1970: 954
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Neuhof
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Neuhof
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Neuhof
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Neuhof
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 1.4.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform gebildeter Zusammenschluss mit den Gemeinden Mittelkalbach und Veitsteinbach (mit Eichenried) zur Gemeinde Mittelkalbach, die am 1.8.1972 in der Gemeinde Kalbach aufging. Seitdem ist Niederkalbach Ortsteil der Gemeinde Kallbach.
Gericht
- 1822: Justizamt Neuhof
- 1867: Amtsgericht Neuhof
- 1945: Amtsgericht Fulda (Zweigstelle Neuhof)
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Dorf des fuldischen Amts Neuhof
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1447: Kapelle
Patrozinien
- Laurentius (1457)
Pfarrzugehörigkeit
1457 und 1503 zum Kirchspiel von Flieden gehörig. 1812 Tochterkirche von Neuhof.
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 215
- Leinweber, Hochstift Fulda, S. 93
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 267 (Kalbach)
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 54
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Niederkalbach, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6547_niederkalbach> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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