Melmenkirche

Wüstung · 329 m über NN  
Gemarkung
Breitau
Gemeinde
Sontra
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

15,5 km südwestlich von Eschwege

Lage und Verkehrslage

1,5 km südwestlich der Ortsmitte von Breitau im Geländesattel zwischen dem Petersberg und dem Iberg gelegen Wohl exakt auf dem Scheitel des Sattels an der tiefsten Stelle, im Winkel zwischen zwei Feldwegen (hier lokalisiert)

Ersterwähnung

1700

Siedlungsentwicklung

Auf einer Karte des 18. Jahrhunderts war die Melmenkirche noch verzeichnet. Das Kataster von 1768 erwähnte dann den 'Melmenhof hinter der Melmenkirch'. Laut Sippel dürfte es sich dabei aber kaum um einen Hof, sondern eher um einen Garten bei dieser Kirche oder Kapelle gehandelt haben. Diese war damals vermutlich schon eine Ruine. Landau berichtete 1858 zur Melmenkirche von noch vorhandenen 'Grundmauern'. Demgegenüber waren nach der Angabe von Schmincke 1867 "keine Reste mehr vorhanden". Lehrer Vöpel von Breitau notierte dann aber in den 1930er Jahren, dass "im Feld noch Grundmauern gefunden" worden seien (Flurnamensammlung im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg). Gemäß Sippel ist bisher ungewiss, ob die Melmenkirche im Sinne von Henn bloß und von Beginn an eine einzeln stehende Feldkapelle war, oder ob sie ursprünglich in Bezug zu einer Dorfstelle gestanden hat, die wohl im Tal zu suchen wäre. Vielleicht handelt es sich dabei um die rund 1 km südöstlich bis 0,4 km südlich unterhalb befindliche, archäologisch aber noch nicht belegte Wüstung Brüncherode (s. d.).

Historische Namensformen

  • Melmenkirch (1768) [Kataster]
  • Melmenhof (1768) [Kataster]

Bezeichnung der Siedlung

  • Kapelle

Burgen und Befestigungen

  • Auf einer Karte des 18. Jahrhunderts war die Melmenkirche noch verzeichnet. Das Kataster von 1768 erwähnte dann den 'Melmenhof hinter der Melmenkirch'. Laut Sippel dürfte es sich dabei aber kaum um einen Hof, sondern eher um einen Garten bei dieser Kirche oder Kapelle gehandelt haben. Diese war damals vermutlich schon eine Ruine.
  • Landau berichtete 1858 zur Melmenkirche von noch vorhandenen 'Grundmauern'. Demgegenüber waren nach der Angabe von Schmincke 1867 „keine Reste mehr vorhanden“. Lehrer Vöpel von Breitau notierte dann aber in den 1930er Jahren, dass „im Feld noch Grundmauern gefunden“ worden seien (Flurnamensammlung im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg).
  • Gemäß Sippel ist bisher ungewiss, ob die Melmenkirche im Sinne von Henn bloß und von Beginn an eine einzeln stehende Feldkapelle war, oder ob sie ursprünglich in Bezug zu einer Dorfstelle gestanden hat, die wohl im Tal zu suchen wäre. Vielleicht handelt es sich dabei um die rund 1 km südöstlich bis 0,4 km südlich unterhalb befindliche, archäologisch aber noch nicht belegte Wüstung Brüncherode (s. d.).

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3569380, 5658220
UTM: 32 U 569278 5656396
WGS84: 51.054912° N, 9.988476° O

Statistik

Ortskennziffer

63601103005

Verfassung

Verwaltungsbezirk

Altkreis

Rotenburg

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Melmenkirche, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6428_melmenkirche> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6428