Melmenkirche

Die Lage von Melmenkirche im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
15,5 km südwestlich von Eschwege
Lage und Verkehrslage
1,5 km südwestlich der Ortsmitte von Breitau im Geländesattel zwischen dem Petersberg und dem Iberg gelegen Wohl exakt auf dem Scheitel des Sattels an der tiefsten Stelle, im Winkel zwischen zwei Feldwegen (hier lokalisiert)
Ersterwähnung
1700
Siedlungsentwicklung
Auf einer Karte des 18. Jahrhunderts war die Melmenkirche noch verzeichnet. Das Kataster von 1768 erwähnte dann den 'Melmenhof hinter der Melmenkirch'. Laut Sippel dürfte es sich dabei aber kaum um einen Hof, sondern eher um einen Garten bei dieser Kirche oder Kapelle gehandelt haben. Diese war damals vermutlich schon eine Ruine. Landau berichtete 1858 zur Melmenkirche von noch vorhandenen 'Grundmauern'. Demgegenüber waren nach der Angabe von Schmincke 1867 "keine Reste mehr vorhanden". Lehrer Vöpel von Breitau notierte dann aber in den 1930er Jahren, dass "im Feld noch Grundmauern gefunden" worden seien (Flurnamensammlung im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg). Gemäß Sippel ist bisher ungewiss, ob die Melmenkirche im Sinne von Henn bloß und von Beginn an eine einzeln stehende Feldkapelle war, oder ob sie ursprünglich in Bezug zu einer Dorfstelle gestanden hat, die wohl im Tal zu suchen wäre. Vielleicht handelt es sich dabei um die rund 1 km südöstlich bis 0,4 km südlich unterhalb befindliche, archäologisch aber noch nicht belegte Wüstung Brüncherode (s. d.).
Historische Namensformen
- Melmenkirch (1768) [Kataster]
- Melmenhof (1768) [Kataster]
Bezeichnung der Siedlung
- Kapelle
Burgen und Befestigungen
- Auf einer Karte des 18. Jahrhunderts war die Melmenkirche noch verzeichnet. Das Kataster von 1768 erwähnte dann den 'Melmenhof hinter der Melmenkirch'. Laut Sippel dürfte es sich dabei aber kaum um einen Hof, sondern eher um einen Garten bei dieser Kirche oder Kapelle gehandelt haben. Diese war damals vermutlich schon eine Ruine.
- Landau berichtete 1858 zur Melmenkirche von noch vorhandenen 'Grundmauern'. Demgegenüber waren nach der Angabe von Schmincke 1867 „keine Reste mehr vorhanden“. Lehrer Vöpel von Breitau notierte dann aber in den 1930er Jahren, dass „im Feld noch Grundmauern gefunden“ worden seien (Flurnamensammlung im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg).
- Gemäß Sippel ist bisher ungewiss, ob die Melmenkirche im Sinne von Henn bloß und von Beginn an eine einzeln stehende Feldkapelle war, oder ob sie ursprünglich in Bezug zu einer Dorfstelle gestanden hat, die wohl im Tal zu suchen wäre. Vielleicht handelt es sich dabei um die rund 1 km südöstlich bis 0,4 km südlich unterhalb befindliche, archäologisch aber noch nicht belegte Wüstung Brüncherode (s. d.).
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3569380, 5658220
UTM: 32 U 569278 5656396
WGS84: 51.054912° N, 9.988476° O
Statistik
Ortskennziffer
63601103005
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 326
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 330
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 524 f. (Sippel)
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Melmenkirche, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6428_melmenkirche> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6428