Margretenhaun

Die Lage von Margretenhaun im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
6 km östlich von Fulda
Ersterwähnung
1093
Historische Namensformen
- Huna, in (1093) [Dronke, Traditiones, Capitulum 30, S. 61-62,
- Margrethenhan (1464/65) [F.J. Bendel, Die Würzburger Diözesanmatrikel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 2 H. 2, 1934, S. I-XXX, 1-46, hier S. 17 (Digitalisat]
- Margreten-Haun
- Haun, Margreten-
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3554233, 5603699
UTM: 32 U 554137 5601897
WGS84: 50.566483° N, 9.764419° O
Statistik
Ortskennziffer
631020040
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 254, davon 112 Acker (= 44.09 %), 52 Wiesen (= 20.47 %), 65 Holzungen (= 25.59 %)
- 1961 (Hektar): 253, davon 38 Wald (= 15.02 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 17 Feuerstellen, 151 Seelen
- 1885: 156, davon 0 evangelisch, 156 katholisch (= 100.00 %)
- 1961: 327, davon 14 evangelisch (= 4.28 %), 313 katholisch (= 95.72 %)
- 1970: 655
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstabtei Fulda, Amt Bieberstein
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Bieberstein
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Bieberstein
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Landamt Fulda
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Fulda
Gemeindeentwicklung
Am 1.9.1968 wurden im Zuge der hessischen Gebietsreform die Gemeinden Böckels und Rex in die Gemeinde Margretenhaun eingegliedert, die wiederum am 31.12.1971 zu ebenfalls neu gebildeten Gemeinde Petersberg als Ortsteil eingemeindet wurde.
Gericht
- 1822: Landgericht Fulda
- 1850: Justizamt Fulda III
- 1867: Amtsgericht Fulda
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Vielleicht ein von der Propstei Petersberg, einem Tochterkloster der Reichsabtei Fulda, gegründetes Dorf, das im 16. wie im 18. Jahrhundert halb zum Zentamt Fulda, halb zum Amt Bieberstein gehörte.
Zehntverhältnisse
Nach dem Zehntbüchlein von 1420 hatte seit 1093 das Kloster Petersberg das Recht auf zwei Drittel des Zehnten.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1093: ecclesia in Huna wird das Kirchspiel Margretenhaun geweiht und begrenzt.
Patrozinien
- Maria; Margaretha [1093]
- Margaretha [1494]
Pfarrzugehörigkeit
Zur Pfarrei Margretenhaun gehörten Steinau (1594), Steinhaus (1594), Dipperz (1511 und 1594) und Traisbach (1594). 1811 werden Böckels, Dipperz, Horwieden, Melzdorf, Rex, Steinau, Steinhaus, Wissels u. Wisselsroth genannt.
Patronat
1494: Propst von Petersberg
Bekenntniswechsel
Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kirchliche Mittelbehörden
1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa
Kultur
Schulen
1910 Volksschule mit drei Stellen
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Leinweber, Hochstift Fulda, S. 63-65
- Hofemann, Reichsabtei Fulda, S. 31-32
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 211
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Margretenhaun, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6404_margretenhaun> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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