Rengershausen

Wüstung · 176 m über NN  
Gemarkung
Witzenhausen
Gemeinde
Witzenhausen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

2 km südlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage

Am Wichtelstein sowie an der Gelster gelegen Wohl an der Stelle des heutigen Kolonialschul-Vorwerks Gelsterhof

Ersterwähnung

1093

Siedlungsentwicklung

Spätestens im 15. Jahrhundert (nach Wüstungtwerden ?) in Gemarkung Witzenhausen einbezogen

Vorbemerkung Historische Namensformen

Die Zuordnung der Belege zum mutmaßlichen Ortsadel 1289-1321 können nicht eindeutig auf Rengershausen bezogen werden. In Frage kommen neben Reinshof (Gem. Friedland), Rengershausen bei Kassel und Reinmannshausen bei Treffurt. Vgl. hierzu den Artikel Reinshof in: Ortsnamen Kreis Göttingen, S. 329-330, und die hier gegebenen Zuordnungsausführungen.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • curtis (1195)
  • desertum (1480)
  • quondam desertum (1492)
  • Vorwerk (1516)

Burgen und Befestigungen

  • Spätestens im 15. Jahrhundert (nach Wüstungtwerden ?) in Gemarkung Witzenhausen einbezogen

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3559493, 5688214
UTM: 32 U 559395 5686378
WGS84: 51.325594° N, 9.852443° O

Statistik

Ortskennziffer

63601616008

Verfassung

Altkreis

Witzenhausen

Gericht

  • 1277: Gericht Kloster Germerode

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1093: Heinrich von Northeim stattet Kloster Bursfelde mit Besitz zu Rengershausen aus (Fälschung).
  • 1144: Bestätigung durch Erzbischof Heinrich von Mainz
  • 1152: Bestätigung durch Papst Eugen III.
  • 1195: Kloster Germerode erhält Besitz zu Rengershausen bestätigt.
  • 1277: Graf Ludolf von Bilstein bestätigt dem Kloster Germerode Gericht und iudicium capitale zu Rengershausen.
  • 1283: Graf Ludolf von Bilstein verzichtet zugunsten Kloster Germerode auf sein Allod zu Rengershausen.
  • 1369: Landgraf Heinrich belehnt Hermann von Heiligenstadt mit 2 Hufen zu Rengershausen.
  • 1429: Landgraf Ludwig belehnt die von Heiligenstadt mit 2 Hufen zu Rengershausen.
  • 1447: Hermann von Bischoffshausen überträgt dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen Einkünfte zu Rengershausen.
  • 1480: Kloster Germerode hat ein Vorwerk und jährliche Zinsen in Höhe 21 Malter zu Rengershausen.
  • 1516: Vorwerk des Kloster Germerode zu Rengershausen

Ortsadel

1290 -1321 (Zuordnung jedoch fraglich, vgl. die Vorbemerkungen zur Namensform)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rengershausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6728_rengershausen> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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