Wassenhausen

Die Lage von Wassenhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
Gemäß Reimer gehört es nach Niddawitzhausen, wo noch zur Zeit Landaus eine Wassenhauser Gemeinde bestand. Allerdings findet man den betreffenden Flurnamen "Wassenhausen" bereits dicht jenseits der Gemarkungsgrenze nach Reichensachsen zu (hier mittig lokalisiert). Demnach liegt die Wüstung 2 km nordwestlich von Reichensachsen und 1,5 km südlich von Niddawitzhausen.
Ersterwähnung
1075
Letzterwähnung
1498
Historische Namensformen
- Wassenhuson, de (1075) [12. Jh. Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1, S. 196-198, Nr. 111; Liber de libertatibus locorum Hersfeldensium HStAM Bestand K Nr. 244, f. 70 v.]
- Wasenhusen (1332) [HStAM Bestand Urk. 28]
- Wassenhusen, in (1339) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 28-29, Nr. 60]
- Wazsenhusen (1369) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 450, Nr. 1162]
- Wassinhusen (1369) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 451, Nr. 1164]
- Wassenhusen (1424) [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 299]
- Wassenhausen (1498) [Bilsteiner Salbuch HStAM Bestand S Nr. 236, Bl. 16r]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1332)
- Vorwerk (1369)
- Dorffwustenunge (1424)
- Wüstung (1498)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3568843, 5670406
UTM: 32 U 568742 5668577
WGS84: 51.164497° N, 9.983141° O
Statistik
Ortskennziffer
63601404009
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt/Gericht Bilstein
Altkreis
Eschwege
Gericht
- Bilstein
Herrschaft
Ziegenhain, Grafen 1369 verkauft Hans von Hundelshausen dem Kloster sein von Ziegenhain zu Lehen gehendes Vorwerk zu Bornshausen und Wassenhausen.- 1424 belehnt der Graf von Ziegenhain die von Hundelshausen mit der Dorfwüstung Wassenhusen und Bornershusen.
Hessen, Landgrafen Wassenhausen ist 1498 nach dem Bilsteiner Salbuch eine landgräfliche Wüstung.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1339 gibt Hedwig, die Witwe Walthers von Hundelshausen, ihre Zustimmung dazu, dass ihr Gatte zu Lebzeiten eine Hufe zu Wassenhausen mit einem zugehörigen Hof im Dorf Reichensachsen zur Dotation der Johanneskapelle des Cyriakusstifts in Eschwege geschenkt hat.
- Hans von Hundelshausen verkauft 1369 ein Vorwerk zu Wassenhausen, ziegenhainisches Lehen, an das Kloster Germerode.
- Das Land des germeroder Vorwerks Wassen- und Bornershausen wird 1451 von Niddawitzhausen, Oberhone und Reichensachsen aus bewirtschaftet. Der Hof lag 1369 in Reichensachsen.
Ortsadel
Adlige: 1075 - 1333
Nachweise
Literatur
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wassenhausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/7199_wassenhausen> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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