Rudolfshausen

Die Lage von Rudolfshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10, 5 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
Wüst im Gericht Bischhausen, unterhalb der Mündung des Rodebachs in die Wehre gelegen Vgl. die Wüstung Rondelshausen (s. d.) Aufgrund fehlender archäologischer Nachweise (nur Streufunde) kann die Wüstung vorerst nur ungefähr an der vermuteten Stelle rund 3 km nordöstlich der Stadtmitte von Waldkappel lokalisiert werden.
Ersterwähnung
1195
Letzterwähnung
1592
Siedlungsentwicklung
In einem Weistum von 1441 wird die Feldmark von Rudolfshausen umschrieben.
1535 wird der Ort zwar als Wüstung erwähnt, zugleich nennt man aber auch dortige Einwohner (Akten des Landvogts an der Werra). Zumindest ist dann "Rodelshausen" auf Mercators Karte von 1592 als Wüstung auf beiden Ufern des Rodenbachs eingetragen.
Historische Namensformen
- Rudolfshusen, curtis (1195) [XV] Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 724-726 Text 29]
- Rudolfizhusen (1277) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 356, Nr. 909]
- Rudolfishusen (1369) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 448, Nr. 1156]
- Rudolffeshusen (1405) [HStAM Bestand Urk. 13 Nr. 1143]
- Rudelshusen (1441) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 485-486, Nr. 1253]
- Rudolffhausen (1448) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 537-538, Nr. 1368, Anm. 1, mit falscher Datierung auf 1408; zur korrigierten Datierung s. K. A. Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, S. 128; StA Wü, MIB 25 fol. 279 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe mit Rudolfshusen]
- Rodelshausen (1592) [Karte von Arnold und Johannes Mercator HStAM Bestand Karten Nr. R II 28]
- Rudelshausen
Bezeichnung der Siedlung
- curtis (1195)
- Dorf (1369)
- 1535: als Wüstung erwähnt, aber dortige Einwohner genannt
- 1592: wüst
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3564198, 5668837
UTM: 32 U 564098 5667009
WGS84: 51.150936° N, 9.916464° O
Statistik
Ortskennziffer
63601215011
Verfassung
Altkreis
Eschwege
Gericht
Herrschaft
- 1405 bittet Hartrad von Hundelshausen Landgraf Hermann, seinen Eidam Gerlach Meysenbug mit Gefällen zu Rudolfshausen zu belehnen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Das Kloster Germerode erhielt 1277 vom Grafen von Bilstein die volle Gerichtsbarkeit zu 'Rudolfizhusen'. 1369 wird festgestellt, dass alles Eigentum im Ort dem Kloster Germerode gehört. Es werden 7 Hofstätten erwähnt, die an Leute von Begental vertauscht seien. Vor 1448 hat das Kloster sein Vorwerk dem Henne Ichendurff zu Erbe verliehen. Nach dessen Tod übenehmen die Kinder. Nach den Zinsregistern 1451 und 1480 leistet Rudolfshausen 15 Diensttage.
- Kloster Bursfelde veräußert 1446 seinen Besitz in Rudolffshausen mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die Boyneburger.
Wirtschaft
Mühlen
1376 werden Müller und Mühle in Rudolfshausen genannt [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 461, Nr. 1193]
Nachweise
Literatur
- Schilling, Kloster Germerode, S.
- 1200 Jahre Bischhausen, S. 18
- K. Kollmann, "Grafen Wigger" und die Grafen von Bilstein, S. 184
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 411
- Fundberichte aus Hessen 1996, S. 547 (Sippel) > Streufunde ohne Wüstungsbeleg
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rudolfshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6810_rudolfshausen> (aufgerufen am 01.06.2026)
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