Gangestal

Die Lage von Gangestal im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
13 km südwestlich von Eschwege
Lage und Verkehrslage
Wüst im Amt Sontra zwischen Breitau, Krauthausen und Grandenborn gelegen Zwar erstreckt sich die Flur "Im Gangstal" (u. ä.) auch noch in die Gemarkung Grandenborn hinein, doch wird die Wüstung in der Gemarkung Breitau verortet. Sie liegt demnach rund 1,5 km nordnordwestlich der Ortsmitte von Breitau.
Ersterwähnung
993
Siedlungsentwicklung
Von der ehemaligen Siedlung sind heute keine Spuren mehr erkennbar.
Historische Namensformen
- Gangesdal, in (993) [MGH Diplomata Könige 2,2, Otto III. : Sickel, S. 545, Nr. 134 Digitalisat]
- Gangistal (1346) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 2073; Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 402, Nr. 1026]
- Gangistal (1433) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 259]
- Gangestal bye Nidern Graneborn (1446) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 260]
- Gangestale (1451) [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 328]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (993)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3570333, 5660812
UTM: 32 U 569815 5658903
WGS84: 51.077388° N, 9.996618° O
Statistik
Ortskennziffer
63601103004
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 993: Ringgau, Grafschaft des Grafen Siegfried (in pago Reinichgowe vocato ac comitatu Sigifridi comitis iacentes).
Altkreis
Rotenburg
Herrschaft
- 1346 trägt Heinrich von Honstein als Ersatz für seine an das Nonnenkloster Germerode verkauften fuldischen Lehen, nämlich Güter in Rodebach [Stadtteil der Gem. Waldkappel, Werra-Meißner-Krs.], Güter in Gangesthal dem Abt von Fulda zu Lehen auf und bestätigt die Belehnung mit denselben durch den Abt. Von 1433 bis 1671 wird die Belehnung der Boyneburger mit dem Gangistal bei Niedergrandenborn durch den Abt von Fulda erneuert (HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 261-273).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 993 schenkt König Otto III. dem Kloster Hersfeld drei Königshufen (mansi regales) im Dorf Gangesdal.
Nachweise
Literatur
- Zwischen Teich und Boyneburg. Grandenborn 1270-2020, S. 12-13
- Schellhase, Kreis Rotenburg, S. 233 (Register)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 156
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 328
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gangestal, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5766_gangestal> (aufgerufen am 16.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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