Siegershausen

Die Lage von Siegershausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
17 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen
Lage und Verkehrslage
2 km nordöstlich Hessisch Lichtenau und nördlich des Stedtebaches westlich Punkt 359. gelegen Flurnamen: "Im Siegershausen" und "Siegershäuser Wasser"
Ersterwähnung
1195
Siedlungsentwicklung
Bei Stadtgründung Hessisch Lichtenau sind die Einwohner größtenteils dorthin umgezogen. Feldmark kam nach 1486, vermutlich 1527 an Hessisch Lichtenau.
Historische Namensformen
- Sigerßhußen (1195) [Abschrift 15. Jahrhundert Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 340-341, Nr. 873]
- Sigershusen, zu (1272) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 352-353, Nr. 900]
- Sygeharhusen (1277) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 356, Nr. 909]
- Segehartheshusen, in bonis (1289) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 359-360, Nr. 919]
- Seghehardishusen, in (1340) [Siegel, Geschichte der Stadt Lichtenau, S. 324, Nr. 10]
- Sygehartshusen, czu (1369) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 450-451, Nr. 1163]
- Segirshusen, czu (1370) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 455, Nr. 1175]
- Siggershusen, von (1383) [HStAM Best. Rechn. I, Nr. 87/2]
- Sergershusen, zu (1454) [HStAM Best. S Nr. 451]
- Sygershusen vor der Lychtenauwe, zu (1460)
- Segershusin (1484)
- Sigertzhusen (1527)
- Sivertshusin (1527)
- Saygershawsen, zu; Sichershawsen, zu; Seigershausen (1553) [HStAM Bestand S Nr. 524]
Bezeichnung der Siedlung
- 1195: curtis
- 1370: Hof
- 1454: Gut. Zw.
- 1454 und 1553: Lichtenauer Feldmark
Burgen und Befestigungen
- Bei Stadtgründung Hessisch Lichtenau sind die Einwohner größtenteils dorthin umgezogen.
- Feldmark kam nach 1486, vermutlich 1527 an Hessisch Lichtenau.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3552100, 5674705
UTM: 32 U 551874 5673111
WGS84: 51.207037° N, 9.742585° O
Statistik
Ortskennziffer
63600604013
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1195: Kloster Germerode erhält Besitz zu Siegershausen bestätigt.
- 1272: Im Streit zwischen Kloster Germerode und dem Pfarrer von Vortriden werden Güter des Kloster zu Siegershausen genannt.
- 1276: Kirche Vortriden beansprucht Zehnten zu Siegershausen gegenüber Kloster Germerode.
- 1277: Graf Ludolf von Bilstein überträgt dem Kloster Germerode Gericht und iudicium capitale zu Siegershausen.
- 1289: Graf Heinrich von Eiterhagen verzichtet zugunsten Kloster Germerode auf Güter zu Siegershausen.
- 1340: Ludwig von Arnoldshagen verkauft dem Kloster Germerode einen Zins, den er von dem Kloster auf dessen Gütern zu Erbrecht besessen hat.
- 1369: Derselbe verkauft dem Kloster Germerode alle Rechte und Gefalle vom Gut, das er in Siegershausen vom Kloster Germerode besaß.
- 1370: Albrecht von Wickersrode verzichten unter anderem auf den Hof zu Siegershausen.
- 1370: Lichtenauer Bürger nehmen altes Gut des Klosters Germerode zu Siegershausen zu Erbe.
- 1454: Gut zu Siegershausen gehört dem Kloster Germerode. Zum Vorwerk gehören nach dem Zinsregister von 1451 sechs Hufen und zahlreiche Hufen.
- 1460: Kloster Germerode verkauft sein Vorwerk zu Siegershausen an Hermann Meisenbug.
- 1527: Güter des Kloster Germerode zu Siegershausen
- 1624: Pfarrer von Hessisch Lichtenau hat den Zehnten zu Siegershausen unten im Tal.
Nachweise
Literatur
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Siegershausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6955_siegershausen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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