Siegelshof

Die Lage von Siegelshof im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Hof
Lagebezug
20,5 km südsüdöstlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
2 km nordöstlich der Ortsmitte von Herleshausen gelegen, die Feldmark von "Siegeln" grenzt an die von Herleshausen.
Ersterwähnung
1368
Siedlungsentwicklung
1419 heißt es noch Dorf, in der Folge fällt es wüst. Seit Anfang des 18. Jahrhundert dann Hof im Gutsbezirk Herleshausen. Die Anlage besteht aus einem stattlichen Wohnhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und mehreren Wirtschaftsgebäuden, die um 1900 entstanden sind.
Historische Namensformen
- Segil, zců (1368) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 223, Nr. 231]
- Sigiln, zů (1370) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 232-234, Nr. 238]
- Sigeln (1409) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 346-348, Nr. 339]
- Segele, zů (1423) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 388, Nr. 370]
- Segel, zu; Sigelgrunde, am (1519) [W. A. Eckhardt, Salbuch des Stifts Kaufungen von 1519, S. 24-37, Nr. 20]
- Siegeln (1451) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 2, S. 62-63, Nr. 471]
- Siegels Hof (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 13]
- Siegelshof (1748) [Katastervorbeschreibung Herleshausen 1019-2019, S. 121]
- Ziegenhof (1807)
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1370, 1409, 1419)
- feltmargke (1451)
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden in Hessen von 1962 als Wohnplatz bezeichnet.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3583392, 5654204
UTM: 32 U 583285 5652382
WGS84: 51.016959° N, 10.187357° O
Statistik
Ortskennziffer
63600505003
Einwohnerstatistik
- 1885: 1 Gebäude mit 6 Bewohnern
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
- 1814-1818: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
- 1818-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Netra (zu Herleshausen gehörig)
Altkreis
Eschwege
Gericht
- 1818: Kurfürstliches Justizamt Netra (zu Herleshausen gehörig)
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Reinhard von Brandenberg, seine Ehefrau Sophia und seine Söhne verkaufen 1368 dem Domherrn Heinrich von Mutesfeld zu Eisenach 1 Mark löthigen Silbers jährlichen Zinses aus Gütern zu Herleshausen, Hain und Sigeln für den in der Kirche U.L.F. zu Eisenach von der verstorbenen Landgräfin Elisabeth zu Hessen gestifteten Altar auf Wiederkauf. 1370 veräußert Reinhard von Brandenfels seinen u.a. in Sigeln gelegenen Besitz an Hermann von Romrod.
- 1409 gelangen Besitzanteile von Otto von Leimbach, Burgmann zu Creuzburg, an das Kloster Kaufungen, 1419 kommen weitere Anteile von Lise von Romrod hinzu, so dass dem Kloster Kaufungen 1423 5/6 des Geländes gehören. 1451 einigt sich die Äbtissin mit den Treuschen von Buttlar bezüglich strittiger Ansprüche. Seit Einführung der Reformation gehört der Hof als Vorwerk zum Rittergut Herleshausen, mit dessen Werdegang es in der Folge eng verknüpft ist. 1748 wird er explizit als zum landgräflichen Schloss gehörig bezeichnet.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Siegelshof, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6954_siegelshof> (aufgerufen am 09.03.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6954