Siegelshof

Hof · 324 m über NN  
Gemarkung
Herleshausen
Gemeinde
Herleshausen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Hof

Lagebezug

20,5 km südsüdöstlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage

2 km nordöstlich der Ortsmitte von Herleshausen gelegen, die Feldmark von "Siegeln" grenzt an die von Herleshausen.

Ersterwähnung

1368

Siedlungsentwicklung

1419 heißt es noch Dorf, in der Folge fällt es wüst. Seit Anfang des 18. Jahrhundert dann Hof im Gutsbezirk Herleshausen. Die Anlage besteht aus einem stattlichen Wohnhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und mehreren Wirtschaftsgebäuden, die um 1900 entstanden sind.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1370, 1409, 1419)
  • feltmargke (1451)
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden in Hessen von 1962 als Wohnplatz bezeichnet.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3583392, 5654204
UTM: 32 U 583285 5652382
WGS84: 51.016959° N, 10.187357° O

Statistik

Ortskennziffer

63600505003

Einwohnerstatistik

  • 1885: 1 Gebäude mit 6 Bewohnern

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
  • 1814-1818: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1818-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Netra (zu Herleshausen gehörig)

Altkreis

Eschwege

Gericht

  • 1818: Kurfürstliches Justizamt Netra (zu Herleshausen gehörig)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Reinhard von Brandenberg, seine Ehefrau Sophia und seine Söhne verkaufen 1368 dem Domherrn Heinrich von Mutesfeld zu Eisenach 1 Mark löthigen Silbers jährlichen Zinses aus Gütern zu Herleshausen, Hain und Sigeln für den in der Kirche U.L.F. zu Eisenach von der verstorbenen Landgräfin Elisabeth zu Hessen gestifteten Altar auf Wiederkauf. 1370 veräußert Reinhard von Brandenfels seinen u.a. in Sigeln gelegenen Besitz an Hermann von Romrod.
  • 1409 gelangen Besitzanteile von Otto von Leimbach, Burgmann zu Creuzburg, an das Kloster Kaufungen, 1419 kommen weitere Anteile von Lise von Romrod hinzu, so dass dem Kloster Kaufungen 1423 5/6 des Geländes gehören. 1451 einigt sich die Äbtissin mit den Treuschen von Buttlar bezüglich strittiger Ansprüche. Seit Einführung der Reformation gehört der Hof als Vorwerk zum Rittergut Herleshausen, mit dessen Werdegang es in der Folge eng verknüpft ist. 1748 wird er explizit als zum landgräflichen Schloss gehörig bezeichnet.

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Siegelshof, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6954_siegelshof> (aufgerufen am 09.03.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6954