Rissinghausen

Die Lage von Rissinghausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6 km südöstlich von Korbach
Lage und Verkehrslage
Zwischen Meineringhausen und Höringhausen
Ersterwähnung
1209
Siedlungsentwicklung
1526 bereits Wüstung
Historische Namensformen
- Rixedehusen, in (1209) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 48, Nr. 10]
- Rixedehusen, in (1216) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 49, Nr. 13]
- Ricswithehusen, in (1216) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 50-51, Nr. 16]
- Rischedehusen, in (1233) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 55, Nr. 26]
- Rischedehusen, in (1260) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 89, Nr. 88]
- Rixsvithehusen (1273) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 108-109, Nr. 130]
- Ryschedehusen (1286) [Urkundenbuch des Stifts Busdorf in Paderborn 1, S. 62-63, Nr. 56]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3497088, 5681360
UTM: 32 U 497015 5679527
WGS84: 51.267087° N, 8.957217° O
Statistik
Ortskennziffer
63502104003
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Landau
Altkreis
Waldeck
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1209 überließ Heinrich, Propst der Kirche St. Petri in Paderborn, dem Kloster Bredelar Güter in Rissinghausen, die es von Gerlacus genannt Dikkeber erworben hat und dieser zuvor von St. Petri in Pacht gehabt hatte. 1526 wurde der wüste Ort von Graf Philipp III. von Waldeck vom Kloster Bredelar tauschweise erworben. 1533 an Hermann von Wolmeringhausen verpfändet. 1216 resignierte Volquin von Waldeck Bischof Bernhard von Paderborn die Vogtei über die Güter in Esbeck und Rissinghausen, die Kloster Bredelar von der Kirche St. Petri in Paderborn (Busdorf-Kirche) in Erbpacht gehabt hatte. 1233 beurkundeten Abt Dietmar von Corvey und das Kapitel, dass Albert Wedereve und seine Frau Alveradis die beiden Höfe in Rissinghausen und Wederevenberrcken, die sie von Corvey inne gehabt hatten, mit Einverständnis der Abtei Kloster Bredelar für 50 Mark überlassen haben. Der Rissinghausener Hof war eine von einem Hofmeister verwaltete Grangie des Klosters.
- 1526 überließ Kloster Bredelar tauschweise dem Grafen Philipp III. von Waldeck u.a. Rissinghausen. 1533 wurde es von diesem an Hermann von Wolmeringhausen verpfändet.
Zehntverhältnisse
1211 wurde u.a. von Bischof Bernhard von Paderborn die jährliche Abgabe bestimmt, die Kloster Bredelar vom Zehnten in Rissinghausen der Kirche in Korbach zu liefern habe.
Die Brüder Konrad, Gottschalk, Albert und Volpert, Söhne des verstorbenen Ritters Albert Wedereven, verzichteten 1260 zugunsten des Klosters Bredelar auf zwei Höfe oder Hufen und einen kleinen Zehnten in Rissinghausen und Wederevenbercken. 1365 erklärten die Brüder Wedereven, gegenüber dem Kloster keine Ansprüche auf die Güter und den Zehnten in Rissinghausen und Wederevenbercken erheben zu wollen.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1272 gestattete der Paderborner Bischof dem Kloster, auf dem Hof Rissinghausen Gottesdienste abzuhalten, sofern der zuständige Pfarrer damit einverstanden sei.
Nachweise
Literatur
- Müller, Zisterzienserabtei Bredelar, S. 256-257, 266-267, 274
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 3 (Kreis des Eisenberges), S. 252
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 199-206
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 224-228, Nr. 43
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rissinghausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1830_rissinghausen> (aufgerufen am 15.06.2026)
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