Oberschweinfe

Die Lage von Oberschweinfe im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km östlich von Frankenberg (Eder)
Lage und Verkehrslage
Genaue Lage unbekannt; nördlich Altenhaina vermutet. Flurnamen Spielmannsgrund, Schweinferain, Große Schweinfe
Ersterwähnung
1196
Weitere Namen
Siedlungsentwicklung
1520 als Wüstung bezeichnet.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Da nicht in allen Urkunden des 13. Jahrhunderts eine Differenzierung mittels Bestimmungswort erfolgt vgl. auch Niederschweinfe.
Historische Namensformen
- Svinephe superiori, in (1196) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 5, Nr. 3]
- Svinefe superior (1215) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 13-16, Nr. 13]
- superiorem Suinefe (1216) [Registereintrag im Vatikanischen Archiv 1429, Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,2, S. 3-6, Nr. I]
- Swinefo, in (1200/1220) [Klosterarchive 4: Die oberhessischen Klöster 2 S. 257-258, Nr. 546 = S. 376-377, Anhang II (Volltext)]
- Svinefa, in (1252) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 120, Nr. 201]
- superiori Svinipha (1263) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 209, Nr. 388]
- Swinff (1520) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,2, S. 42, Anhang III/283]
Bezeichnung der Siedlung
- in villa Svinefe et in terminis (1292) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 389, Nr. 812]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3496260, 5657413
UTM: 32 U 496187 5655590
WGS84: 51.05183° N, 8.945605° O
Statistik
Ortskennziffer
63501301003
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1215: Kloster Haina (die Vogtfreiheit des Zisterziesenserklosters wurde in der Folge wiederholt sowohl vom König als auch vom Erzbischof von Mainz bestätigt)
- 1231: Gericht Geismar
- 1263 und 1276: zu Löhlbach
Altkreis
Frankenberg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1215 bestätigt der Mainzer Erzbischof Siegfried dem Kloster Haina den Besitz des Zehnten von Oberschweinfe. 1263 übergeben die Brüder Einolf und Siegfried von Ellershausen ihre sämtlichen Güter in Oberschweinfe dem Kloster Haina, 1292 auch der Kleriker Ditmar von Anzefar.
- 1200/1220 besass Stift Wetter ein Mannlehen von 2 Hufen in Schweinfe, womit wohl Oberschweinfe gemeint ist.
Zehntverhältnisse
1196 bekundete Erzbischof Konrad von Mainz, dass Dietmar, Pastor der Kirche zu Geimar den seiner Kirche zustehenden Zehnten in Oberschweinfe mit Zustimmung seiner Patrone, des Grafen Arnold von Schaumburg und Heinrichs von Keseberg gegen einen jährlich zahlbaren Zins von 5 Schilling dem Kloster Aulesburg zu ewigem Besitz übertragen habe. 1231 gelangte der Zehnte des Dorfes Schweinfe von Graf Gottfried von Reichenbach an das Kloster Haina (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 43-45, Nr. 61, 62).
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 436
- Weiss, Gerichtsverfassung in Oberhessen, S. 211-213
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberschweinfe, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1409_oberschweinfe> (aufgerufen am 06.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1409