Oberschweinfe

Wüstung  
Gemarkung
Altenhaina
Gemeinde
Haina (Kloster)
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

10 km östlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage

Genaue Lage unbekannt; nördlich Altenhaina vermutet. Flurnamen Spielmannsgrund, Schweinferain, Große Schweinfe

Ersterwähnung

1196

Weitere Namen

Schweinfe, Ober-

Siedlungsentwicklung

1520 als Wüstung bezeichnet.

Vorbemerkung Historische Namensformen

Da nicht in allen Urkunden des 13. Jahrhunderts eine Differenzierung mittels Bestimmungswort erfolgt vgl. auch Niederschweinfe.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3496260, 5657413
UTM: 32 U 496187 5655590
WGS84: 51.05183° N, 8.945605° O

Statistik

Ortskennziffer

63501301003

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1215: Kloster Haina (die Vogtfreiheit des Zisterziesenserklosters wurde in der Folge wiederholt sowohl vom König als auch vom Erzbischof von Mainz bestätigt)
  • 1231: Gericht Geismar
  • 1263 und 1276: zu Löhlbach

Altkreis

Frankenberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1215 bestätigt der Mainzer Erzbischof Siegfried dem Kloster Haina den Besitz des Zehnten von Oberschweinfe. 1263 übergeben die Brüder Einolf und Siegfried von Ellershausen ihre sämtlichen Güter in Oberschweinfe dem Kloster Haina, 1292 auch der Kleriker Ditmar von Anzefar.
  • 1200/1220 besass Stift Wetter ein Mannlehen von 2 Hufen in Schweinfe, womit wohl Oberschweinfe gemeint ist.

Zehntverhältnisse

1196 bekundete Erzbischof Konrad von Mainz, dass Dietmar, Pastor der Kirche zu Geimar den seiner Kirche zustehenden Zehnten in Oberschweinfe mit Zustimmung seiner Patrone, des Grafen Arnold von Schaumburg und Heinrichs von Keseberg gegen einen jährlich zahlbaren Zins von 5 Schilling dem Kloster Aulesburg zu ewigem Besitz übertragen habe. 1231 gelangte der Zehnte des Dorfes Schweinfe von Graf Gottfried von Reichenbach an das Kloster Haina (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 43-45, Nr. 61, 62).

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Oberschweinfe, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1409_oberschweinfe> (aufgerufen am 06.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1409