Wollertshausen

Wüstung · 240 m über NN  
Gemarkung
Wasenberg; Ransbach
Gemeinde
Willingshausen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

3,5 km südwestlich von Ziegenhain.

Lage und Verkehrslage

Im Ransbachtal auf der Grenze der Gemarkungen von Wasenberg und Ransbach; Flurname In Woltershausen.

Ersterwähnung

1197

Siedlungsentwicklung

Vor Mitte 15. Jahrhundert wüst.
Die wüste Feldmark seitdem von Wasenberg, Leimbach, Loshausen, Ransbach und Gungelshausen aus bestellt.

Historische Namensformen

  • Wolrshusen, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
  • Wolreshusen (1251) (UA Kappel)
  • Wulrshusen (1348) (UA Ziegenhain)
  • Wulhartzhusen (1367) (UA Ziegenhain)
  • Wollartzhusen (1360/67) (UA Ziegenhain)
  • Wullershusen (1458) (Lehenrev. Von Dörnb.)
  • Wollershusen (1522) (UA Immichenhain)
  • Wollershausen [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3514800, 5638500
UTM: 32 U 514720 5636684
WGS84: 50.881645° N, 9.209244° O

Statistik

Ortskennziffer

63402607003

Flächennutzungsstatistik

  • Größe der Feldmark ca. 400 Kasseler Acker (1888).

Verfassung

Verwaltungsbezirk

Altkreis

Ziegenhain

Gericht

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Dem Kloster Cappel werden 1197 von Papst Coelistin III. Einnahmen in Höhe von 50 Schilling in Wollertshausen bestätigt.
  • 1251 bestätigt Graf Berthold von Ziegenhain dem Kloster den freien und ungestörten Besitz der Dörfer Wollertshausen und Leimbach, unter Vorbehalt des ziegenhainischen ius comecie, mit voller Befehlsgewalt und der Erlaubnis, dort nach Belieben Allode einzurichten.
  • 1313 bekennen Hartmann genannt Byszigel und seine Frau, dass sie Kloster Immichenhain mit ihrer Tochter Benigna zur Aufnahme 1 Mark Pfennige jährlicher Einnahmen von etlichen Gütern in Wollertshausen angewiesen hätten.
  • 1350 vertauschen die Grafen von Ziegenhain Äcker in Wollertshausen an Kloster Haina.
  • 1360/67 zinsen 4 Pflüge zu Wollertshausen an die Grafen von Ziegenhain.
  • Vor 1458 trägt Hans von Dörnberg die zuvor aus dem Pfandbesitz eines Ziegenhainer Bürgers gelöste Wüstung Wollertshausen den Landgrafen zu Lehen auf, verkauft sie aber schon 1459 an die von Gilsa, die sie ebenfalls den Landgrafen zu Lehen auftragen.
  • Vom Beginn des 16. Jahrhundert an verpfändeten die von Gilsa ihre Besitzungen fortlaufend an Bauern der umliegenden Dörfer, woraus sich Erbleiheverhältnisse mit neunjährigem Turnus entwickelten.

Zehntverhältnisse

Vor 1367 gehörte der Zehnte zur Hälfte den von Linsingen zu Jesberg, zur Hälfte den Waltvogel.
1367 erwirbt Graf Gottfried VII. von Ziegenhain die waltvogelsche Hälfte.
1569 gehört der Zehnte dem Kirchenkasten zu Ziegenhain.

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wollertshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4811_wollertshausen> (aufgerufen am 09.03.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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