Römersberg

Die Lage von Römersberg im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11,7 km südlich von Fritzlar.
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit komplexem Grundriss auf der Wasserscheide von Schwalm und Olmes. Der südliche Siedlungskomplex geschlossen mit Kirche auf kleinem Platz und Gutshof. Nach Norden abgesetzt weiterer Siedlungskomplex mit dichter Gehöftanordnung.
Straße Zimmersrode - Trockenerfurth führt südöstlich am Ort vorbei. Ein älterer Zug der Landstraße Frankfurt - Kassel berührte Römersberg.
Ersterwähnung
1240
Historische Namensformen
- Reinbracteshusen (1231) (UA Haina)
- Reimbrechtshusen (um 1240) (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1 S. 451)
- Rembratishusen (um 1240) (ZHG 3, 67)
- Reimbrechteshusen, de (1247)
- Rummerz-, Rumershusen (1359)
- Remmershusen (1361) (Waldeck. Archiv, Orte)
- Rymmersshusen (1493)
- Remerschussen (1504)
- Rymershußen (1523)
- Rimershußen (1528)
- Remershausen (1530) (UA v. Löwenstein)
- Reymerßhausen (1573)
- Remmershausen (1575/85)
- Remmerschaussen (1649)
- Romerßhausen (1671)
- Römmershaußen (1689)
- Röhmershausen (1720)
- Rommersberg (1724)
- Romersberg oder Römershausen (1747) (DB)
- Römershausen (1785)
- Rommershausen (1825)
Bezeichnung der Siedlung
- 1367: Dorf.
Umlegung der Flur
1889/1890
Älteste Gemarkungskarte
1770
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3515622, 5655080
UTM: 32 U 515542 5653258
WGS84: 51.03066° N, 9.221633° O
Statistik
Ortskennziffer
634016050
Flächennutzungsstatistik
- 1742 (Kasseler Acker): 684 Land, 65 Wiesen.
- 1885 (Hektar): 366, davon 256 Acker (= 69.95 %), 34 Wiesen (= 9.29 %), 55 Holzungen (= 15.03 %)
- 1961 (Hektar): 365, davon 33 Wald (= 9.04 %)
Einwohnerstatistik
- 1575/85: 50 Hausgesesse.
- 1724: 78 Personen. 1742 und 1747: 40 Häuser bzw. Hausgesesse. 1775: 305 Einwohner.
- 1834: 438, 1885: 309, 1925: 283, 1939: 252, 1950: 404, 1961: 354 Einwohner.
- 1861: 352 evangelisch-reformierte, 9 jüdische Einwohner.
- 1885: 309, davon 309 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961 (Erwerbspersonen): 87 Land- und Forstwirtschaft, 74 Produzierendes Gewerbe, 6 Handel und Verkehr, 4 Dienstleistungen und Sonstiges.
- 1961: 354, davon 299 evangelisch (= 84.46 %), 48 katholisch (= 13.56 %)
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1575/85: Amt Borken; niederes Gericht von Löwenstein, peinliches Gericht Hessen
- 1742: Amt Borken
- 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton und Friedensgericht Borken
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Fritzlar
- 1836: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
- 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis
Altkreis
Fritzlar-Homberg
Gemeindeentwicklung
Am 1.1.1974 erfolgte die Eingliederung in die Gemeinde Neuental, deren Ortsteil Römersberg seitdem wurde.
Gericht
- 1807: Friedensgericht Borken
- 1822: Jusitzamt Jesberg
- 1837: Justizamt Jesberg
- 1945: Amtsgericht Borken
- 1968: Amtsgericht Fritzlar (Zweigstelle Borken)
- 1970: Amtsgericht Fritzlar
Herrschaft
- 1361: Die Grafen von Waldeck verkaufen Gericht und Dorf Römersberg an die von Löwenstein-Westerburg.
- 1504: Heinrich von Löwenstein erhält seinen Anteil an Römersberg.
- 1528: Die von Urff haben die Hälfte von Römersberg von den von Holzsadel inne.
- 1530: Graf Philipp von Waldeck belehnt die von Löwenstein erblich mit Römersberg, das Heinrich von Löwenstein wiederkäuflich besessen hat.
- 1604: Johann von Löwenstein überlässt seinen Stiefsöhnen das an Asmus von Baumbach verpfändete Dorf Römersberg.
- 1613 und 1633: Graf Christian von Waldeck belehnt die von Löwenstein mit Römersberg.
- 1841: Ablösung der grundherrlichen Rechte.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1361 verkaufte der Graf von Waldeck das Gericht und Dorf Römersberg mit einem Wiederkaufsrecht an Werner von Löwenstein-Westerburg.
- 1530 wurde es denen von Löwenstein von den Grafen von Waldeck als Erblehen überlassen.
- 1649: Peter Katzmann verkauft seinen adligfreien Ritterhof zu Römersberg an Peter Moritz von Löwenstein.
Zehntverhältnisse
1493: Die von Löwenstein belehnen den Heiligenmeister der Kirche zu Reinhardshausen mit dem Zehnten zu Römersberg.
1503: Landgraf Wilhelm belehnt die von Beichlingen mit Zehnten zu Römersberg.
1533: Landgraf Philipp belehnt die von Beichlingen mit Zehnten zu Römersberg.
1573: Landgraf Wilhelm belehnt die Hund mit Zehnten zu Römersberg.
Ortsadel
Um 1240-1247.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1569: Römersberg nach Nieder-Urff eingepfarrt.
1575/85 und später: Filiale von Nieder-Urff (Hochhuth 80).
Patronat
1689: Landgraf Carl belehnt die von Löwenstein mit dem "ius praesentationis" der Pfarrei Nieder-Urff mit der Filiale Römersberg; folgend Belehnungen bis 1841.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
Juden
1861: 9 Juden.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Römersberg, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4209_roemersberg> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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