Reinwerkerode

Die Lage von Reinwerkerode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
2,4 km ostsüdöstlich von Melsungen.
Lage und Verkehrslage
Im Kehrenbachtal in Richtung Kirchhof zwischen dem Schöneberg und der Wüstung Karlshagen. Der wüste Ort Reinwerkerode lag jenseits des Abzweiges des Tiefenbachweges zwischen der heutigen Landesstraße, dem von Süden kommenden Spittelschen Graben und dem Waldrand.
Ersterwähnung
1303
Siedlungsentwicklung
Nach Armbrust (Hessenland 10,6) vermutlich von dem in Kaiser Ottos II. Urkunde von 973 genannten Reginverichi begründeter Ort.
1303 war er scheinbar schon wüst.
Historische Namensformen
- Reynwerkerade, in (1303 oder 1333) [HStAM Bestand Urk. 86 Nr. 418; Druck bei Wolf, Melsungen, Bd. 2, S. 718-719, Nr. 2.3, der die Datierung auf 1303 vorzieht]
- Rewikerode (1370) [HStAM Bestand Urk. 20 Nr. 73]
- Rewerkerode (1375) [HStAM Bestand Urk. 20 Nr. 74]
- Reynwirkerode (1425) [HStAM Bestand Urk. 20 Nr. 108]
- Redewerkerade (1460) [HStAM Bestand Urk. 20 Nr. 237]
- Reybykeroede (1470) [Melsungener Rentschreiberrechnungen]
- Reckerode (1495) [HStAM Bestand Urk. 20 Nr. 416]
- Rückeroda (1575) [HStAM Bestand S Nr. 481]
- Reuckeroda (1615) [Wilhelm Dilich, Landtafeln hessischer Ämter, S.190-192, Tafel 55]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3540430, 5666052
UTM: 32 U 540340 5664225
WGS84: 51.128073° N, 9.576482° O
Statistik
Ortskennziffer
63401405004
Einwohnerstatistik
- 1303: Scheinbar schon wüst.
Besitz
Zehntverhältnisse
1449 übertragen Wolff von Wölfershausen und seine Frau Gertrud, Else von Buttlar und deren Söhne Jost und Kurd von Buttlar sowie Else von Boyneburg, Töchter und Töchterkinder von Wulff und Gertrud von Wölferhausen, mit Zustimmung Landgraf Ludwigs von Hessen ihren Zehnten zu Reinwerkerode zwischen Melsungen und dem Dorf Kirchhof mit allen Zugehörungen, so wie sie es vom Landgrafen zu Lehen tragen, dem Prior und Kloster St. Johannesberg, Eppenberg genannt, zum Seelgerät
Hannes Wustefelt, Bürger zu Melsungen, bekundet 1495, dass ihm die Karthause Eppenberg auf 15 Jahre den Zehnten zu Reckerode bei Melsungen gelegen, gegen jährlich zwei Viertel Korn, verpachtet hat.
Nachweise
Literatur
- Dieter Wolf, Melsungen, Bd. 1, S. 163 mit Anm. 1191
- Heimerich, Eppenberg, S. 188
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 381
- Weidemann, Wüstungen im alten Amt Melsungen (1956)
- Armbrust: in: Hessenland, Band 10, S. 6
- Armbrust, Geschichte der Stadt Melsungen, 2. Auflage, Melsungen 1921, S. 126
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reinwerkerode, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4978_reinwerkerode> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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