Rungerode

Die Lage von Rungerode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
6,5 km nördlich von Neukirchen.
Lage und Verkehrslage
Am Fuße des Leidenberges, auf dem linken Ufer eines in den Ohebach einmündenden Bachlaufes zu lokalisieren; Flurname Glockenacker.
Ersterwähnung
1197
Letzterwähnung
1522
Siedlungsentwicklung
Die Wüstung gehörte zum Zubehör des Schlosses (Lehenrev. der von Gilsa 1458-1787).
Wüstung zwischen 1441 und 1522.
Historische Namensformen
- Rohenroth, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Runderode, in (um 1258) (Kuchenbecker, Anal. 11, 141 Nr. 14)
- Runegerade (1345) (UA Kappel)
- Rumederode (1364) (Ziegenh. Urbar)
- Rungenrode (1441)
- Rondigerode pobir Solhußen (1522)
- Bungerod [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3524426, 5643730
UTM: 32 U 524342 5641912
WGS84: 50.928331° N, 9.346371° O
Statistik
Ortskennziffer
63400404004
Flächennutzungsstatistik
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen.
Einwohnerstatistik
- Wüstung zwischen 1441 und 1522.
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- undatiert: Amt Homberg
Altkreis
Ziegenhain
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1197 besitzt Kloster Spieskappel Einkünfte in Rungerode.
- Um 1258 bekunden die Grafen von Ziegenhain, dass Albert von Hausen seine Güter in Rungerode mit ihrer Einwilligung an Kloster Haina verkauft hat.
- 1345 erwirbt Kloster Spieskappel 3 Hufen Land zu Rungerode.
- 1522 umfasste Rungerode 4 Hufen, von denen 3 Kloster Spieskappel, 1 den von Gilsa gehörten; doch lag dieses Land damals überwiegend wüst und war mit Holz bewachsen. Ferner besaß Kloster Spieskappel in dieser Zeit zu Rungerode 2 Wiesen, die an Einwohner von Ebersdorf, Obergrenzebach und Seigertshausen verpachtet waren.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1441 befand sich in Rungerode eine Kapelle.
Pfarrzugehörigkeit
Die 1441 in Rungerode befindliche Kapelle war Filialkirche von Großropperhausen.
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 98 (Bungerod).
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 414 (Runderode).
- Scharlau, Siedlung, S. 299, 306.
- List, Spieskappel, S. 246 f.
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 169.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rungerode, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4721_rungerode> (aufgerufen am 08.05.2026)
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