Brechelsdorf

Die Lage von Brechelsdorf im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
7 km nordwestlich von Melsungen.
Lage und Verkehrslage
1 km nordöstlich von Altenbrunslar rechts der Eder. Die amtliche Flur Brechelsdorf gliedert sich laut HLGL-Flurnamenverzeichnis der 1930er Jahre in die mundartlichen Fluren Brächelsdorf, Wetzenlähwer Schlog, Süffenschloog und Schießgoorten, wobei hier wie auf der Topographischen Karte die Kernbezeichnung lokalisiert ist. Zwischenzeitlich gehörte die Wüstungsflur 1956 (Gemeindeverzeichnis) und 1970 (Topographische Karte) zu einer Gemarkungsinsel (Markwald) des 1,6 km nordnordwestlich gelegenen Wolfershausen.
Ersterwähnung
1123
Letzterwähnung
1579
Siedlungsentwicklung
Südlich der wüsten Dorfstelle befand sich ein Hügelgräberfeld.
Brechelsdorf hieß 1579 eine wüste Hute mit der Hofstatt, die von Brunslar aus bebaut wurde (Breitenauer Salbuch).
Historische Namensformen
- Brezchendorf, in (1123) [HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 591; Druck: Mainzer Urkundenbuch 1, S. 417-420, Nr. 514]
- Vrecholfestorp, in (1209) [Karl E. Demandt, Besitz des Fritzlarer Petersstiftes in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde , 61 (1936), S. 35-120, hier S. 55, 88]
- Frecolfisdorf (Mitte 14. Jahrhundert) [Demandt, Chorherrenstift St. Peter zu Fritzlar, S. 285]
- Brecheldesdorf (1419) [Demandt, Chorherrenstift St. Peter zu Fritzlar, S. 330]
- Brechelsdorf (1419) [Anhang zum Fritzlarer Kalendar 13./14. Jahrhundert f. 32 v.]
- Brechelsdorf (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 6]
- Wreckersdorf [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 149]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1123)
- Wüste Hute mit Hofstatt (1579) [Breitenauer Salbuch]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3532215, 5670990
UTM: 32 U 532128 5669161
WGS84: 51.172978° N, 9.459577° O
Statistik
Ortskennziffer
63400301003
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1123 bestätigt der Mainzer Erzbischof Adalbert dem Kloster Hasungen u.a. eine Schenkung Volkmars von Itter über acht Mansen in der villa Brechelsdorf.
- 1410 erhält Kloster Breitenau eine Schenkung von Land in Brechelsdorf bei Brunslar.
Zehntverhältnisse
1209/1310 hat das Petersstift Fritzlar Anteil am Zehnten in Brechelsdorf.
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 146 (Brechelsdorf) u. 149 (Wreckersdorf).
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 62.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Brechelsdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5036_brechelsdorf> (aufgerufen am 17.06.2026)
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