Werden

Wüstung  
Gemarkung
Gieselwerder
Gemeinde
Wesertal
Landkreis
Kassel
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

16 km nordöstlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage

Flurbezeichnung Werdersche Ecke Am rechten Ufer der Weser gegenüber von Gieselwerder vermutet. Die Flur Werder liegt dagegen nordöstlich von Gieselwerder.

Ersterwähnung

1089-1093

Siedlungsentwicklung

1329 wird Werden als "Feld to Werden" (GR Werden) bezeichnet, was darauf hindeutet, dass der Ort damals schon wüst war. 1409 ist Werden bereits wüst (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 7), 1461 als villa desolata bezeichnet (NLA HA Cal. Or. 100 Bursfelde Nr. 111].

Vorbemerkung Historische Namensformen

J. Dolle Papsturkunden in Niedersachsen und Bremen bis 1198, S. 197-202, Nr. 87] bezieht den Beleg zu 1152 auf eine Wüstung bei Waldkappel

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1272/72 und 1288)
  • Vorwerk (1398)
  • wüstes Dorf (1409)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3537729, 5719979
WGS84: 51.61294556° N, 9.54362373° O

Statistik

Ortskennziffer

63303003006

Frühere Ortskennziffer

63302103006

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1288: Amt und Gericht Gieselwerder
  • 1409: Burg und Gericht Gieselwerder (Mainzer Pfandbesitz der Herren von Hardenberg)

Altkreis

Hofgeismar

Herrschaft

  • Werden zählt u.a. zu dem Besitz, dessen Oberhoheit Graf Ludolf von Dassel 1272/73 an den Erzbischof von Mainz verkauft. 1288 verpfänden die Herzöge Albert und Wilhelm von Braunschweig dem Grafen Otto von Everstein Schloss und Stadt Gieselwerder mit den zugehörigen Dörfern und Vogteien, wozu auch das Dorf Werden gehört.
  • Nach dem Hardenberger Teilungsvertrag von 1409 soll das wüste Dorf ungeteilt bleiben.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • In der gefälschten Gründungsurkunde des Klosters LIppoldsberg wid eine Hufe in Werder als Schenkung des Mainzer Erzbischofs Ruthard aufgeführt. In der Folge kommen weitere Erwerbungen hinzu, u.a. 1209 drei Hufen, die noch im Güterverzeichnis von um 1380 begegnen.
  • 1152 wird dem Kloster Bursfelde Besitz in Werden bestätigt - sofern der Beleg hierauf zu beziehen ist.
  • 1220 treten die von Dassel Werden an die von Schöneberg ab (UA von Schöneberg).
  • 1272 bestätigt der Edle Konrad von Schöneberg, dass dem Kloster Bursfelde u.a. zehn Hufen in Werden schon immer zustehen. Das älteste Lehnbuch der Edelherren von Schöneberg erwähnt ein Feld namens Aldenwater in Werden, das als Mannlehen ausgetan ist.
  • 1398 verkauft der Vorsteher der Burg Gieselwerder dem Abt und Kloster Bursfelde Rechte und Dienste an den Vorwerken Werden und Howartessen.

Zehntverhältnisse

1209 erwirbt Kloster Lippoldberg den Zehnten in Werden und Howardessen. Auch im Güternachtrag der Chronik findet sich der Hinweis, Propst Konrad von Lippoldsberg habe diese Zehnten für das Kloster erworben.

Ortsadel

Adliger 1145 (Schultze 1361)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Werden, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2965_werden> (aufgerufen am 07.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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