Oelshausen

Die Lage von Oelshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
6,5 km ostsüdöstlich von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen und geringer Siedlungsdichte an der Erpe. Kirche in der Mitte des Ortes. Im Norden verläuft die B 251 (Wolfhagen-Kassel).
Ersterwähnung
(1081)
Siedlungsentwicklung
Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vorübergehend wüst und erst wieder im Anfang des 16. Jahrhunderts besiedelt.
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Ehlen.
Historische Namensformen
- Hosicheshusun (1081) [Fälschungen um 1100 HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 585 und HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 586. Druck UB Mainz 1, S. 253-258, Nr. 358]
- Osicheshusen, in (1123) [HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 591; Druck: Mainzer Urkundenbuch 1, S. 417-420, Nr. 514]
- Osicheshusen, in (1200) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 6]
- Hoshusen (1240) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 22]
- Olhusen, in (1241) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 606]
- Oyshusen (1328) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 159]
- Oenshusen (1368) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 326]
- Oelshusen (1429) (als Familienname in einer Hasunger Urkunde)
- Olshusen (1510) [HStAM > 22 a 2 Hasungen (Hasunger Güterregister)]
- Ulshausen (1525) [HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 565]
- Öelshausen (1585) [Der ökonomische Staat, S. 77]
- Ölshausen (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 6]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1081)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Älteste Gemarkungskarte
1685
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3518276, 5686559
UTM: 32 U 518195 5684724
WGS84: 51.313533° N, 9.261062° O
Statistik
Ortskennziffer
633029060
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 332, davon 246 Acker (= 74.10 %), 67 Wiesen (= 20.18 %), 0,3 Holzungen (= 0.00 %)
- 1961 (Hektar): 989, davon 573 Wald (= 57.94 %)
Einwohnerstatistik
- 1585: 32 Haush. (Der ökonomische Staat)
- 1747: 48 Haush. (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
- 1885: 415, davon 415 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 428, davon 366 evangelisch (= 85.51 %), 59 katholisch (= 13.79 %)
- 1970: 476
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1569: Landgrafschaft Kassel, Amt Kassel, Vogtei Hasungen
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Vogtei Hasungen
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
- 1971: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen, Stadt Zierenberg (s. Gemeindeentwicklung)
Altkreis
Wolfhagen
Gemeindeentwicklung
Am 1.2.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadt Zierenberg, deren Stadtteil Oelshausen wurde.
Gericht
- 1821: Justizamt Wolfhagen, Assistenzamt Zierenberg (ehemalige Vogtei Hasungen)
- 1831: Justizamt Zierenberg
- 1867: Amtsgericht Zierenberg
- 1879: Amtsgericht Zierenberg
- 1932: Amtsgericht Wolfhagen
Herrschaft
- Oelshausen gehörte zur Vogtei Hasungen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- (1081) bestätigt Erzbischof Siegfried I. von Mainz dem von ihm 1074 gegründeten Kloster Hasungen die von ihm und anderen geschenkten Güter, darunter die villa in Oelshausen. 1123, 1200 und später kommt weiterer Besitz an das Kloster hinzu.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1241: Kirche
- Langgestreckter Kirchbau mit romanischem Kern, 1542 erneuert, 1674 stark verändert und erhöht
Pfarrzugehörigkeit
1241 gliedert der Erzbischof von Mainz die Kirche pleno iure an das Kloster Hasungen an. Der Abt erhielt die Erlaubnis, die Kirche durch eine Welt- oder Klostergeistlichen versehen zu lassen und die Überschüsse zu behalten. 1322 wurde die Inkorporation bestätigt, weitere Nachrichten über die Kirche sind nicht vorhanden.
Im Zuge der Reformation war Oelshausen seit 1585 Filial von Ehlen. Seit 1957 und auch noch 1994 Filialgemeinde von Istha.
Patronat
Das Patronat war im Besitz des Klosters Hasungen.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Weblinks
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oelshausen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2208_oelshausen> (aufgerufen am 16.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2208